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Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt zum Thema „Väterverantwortung“
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gung per Telefon reagiert sie ungehalten: „Muss das denn sein?“ Schon vor Betreten
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der Wohnung befürchtet Peter Vorwürfe von Anja. Sein Gefühl ist eine Mischung
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aus schlechtem Gewissen, denn er neigt zur Verspätung und hat schon oft Kritik
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dafür erfahren, und Wut auf die Partnerin, die sich an seiner negativen Erwartung
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entzündet.
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Er betritt die Wohnung mit dem Vorsatz, in die Offensive zu gehen und dem
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erwarteten Vorwurf der Ehefrau zuvor zu kommen. Die siebenjährige Tochter Katrin
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rennt zur Begrüßung auf ihn zu und er nimmt sie stürmisch auf den Arm. Anja
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kommt dazu und mahnt ihn zur Vorsicht, damit die Tochter nicht an die Deckenlampe
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stößt, die nahe über dem Kopf des Mädchens hängt. Anja dreht sich um und verlässt
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den Hausflur. In dem Moment wirft er die Tochter hoch und sie stößt sich, wie von
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Anja befürchtet, heftig den Kopf am gläsernen Lampenschirm. Das Kind beginnt zu
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weinen und Peter setzt es auf einem Sideboard ab, das in der Nähe steht. Er versucht
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die Tochter zu trösten. Anja kommt aus dem Nebenraum und sieht das Kind weinend
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auf dem Schrank sitzen. Gerade hat es Milbenbefall durch Haustiere gegeben, wogegen Katrin allergisch ist, und der Schrank ist noch nicht desinfiziert. Sie wirft Peter
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vor, das Mädchen mit ihren sauberen Kleidern auf den staubigen Schrank gesetzt
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zu haben und fordert ihn auf, Katrin herunter zu nehmen und umzuziehen. Peter
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weigert sich, es kommt zum Streit, in dessen Verlauf Anja immer vehementer ihre
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Forderung wiederholt. Er will sie zur Ruhe bringen und schlägt ihr gezielt mit der
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flachen Hand ins Gesicht. Er hat in früheren Situationen die Erfahrung gemacht,
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dass seine Frau dadurch sofort verstummt. Diesmal reagiert sie gegenteilig und wird
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immer lauter. Peter schlägt Anja mehrfach hintereinander ins Gesicht, weil er meint,
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was ein Schlag nicht wie früher erreicht, bewirken vielleicht mehrere Schläge. Auch
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jetzt verstummt seine Ehefrau nicht, sondern beschimpft ihn noch lauter. Peter hat
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nur noch den Gedanken, Anja zum Schweigen zu bringen. Er schlägt ihr mehrmals
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gegen den Kopf, packt sie im Genick und drückt sie zu Boden. Er beugt sich über sie.
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Peters Gedanke ist: „Aus diesem Körper soll kein Laut mehr kommen!“. Er legt beide
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Hände um ihren Hals. In dem Moment verstummt Anja abrupt und Peter lässt von
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ihr ab. Anschließend schweigen beide. Kurz darauf verständigen sie sich mit wenigen
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Worten, den Einkaufsbummel wie geplant durchzuführen. Über die Situation wird
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nicht mehr gesprochen.
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Einige Wochen später, als er von einer Geschäftsreise zurückkehrt, ist Anja plötzlich und für ihn völlig unerwartet mit den Kindern aus der gemeinsamen Wohnung
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ausgezogen (aus dem Sitzungsprotokoll).
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Ergänzungen: Anja erstattet Anzeige u.a. wegen Körperverletzung. Einen Kontakt zu den Kindern, den er per Verfügung nur in Anwesenheit seiner Ehefrau oder
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einer anderen Begleitperson wahrnehmen darf und der in der Regel in der Wohnung
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der Familie stattfindet, nutzt Peter regelmäßig, um die Kinder unter Druck zu setzen,
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sie sollen ihre Mutter zur Rückkehr überreden, denn andernfalls können sie ihn, Peter,
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bald nicht mehr sehen. Oder er lässt die Kinder allein, geht zu Anja ins Nebenzimmer
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und bedrängt sie, zu ihm zurück zu kommen. Daraufhin erhält Peter ein Kontaktverbot. Nach einem Jahr der Trennung wird die Ehe geschieden, das Sorgerecht erhält die
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Ehefrau. Peter wird u.a. wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verur-
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