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Barbro Metell
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Arbeit mit Mädchen und Jungen, deren Mütter misshandelt wurden. Erfahrungen einer Spezialberatungsstelle in Stockholm
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Gewalt in der Familie - Modell einer Mutter-Kind-Therapie
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Zeuge von Misshandlungen der eigenen Mutter zu werden, ist eine ernst zu
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nehmende Form psychischer Kindesmisshandlung, die Spuren hinterlässt.
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Viele Kinder werden auch selbst Opfer physischer oder sexueller Kindesmisshandlung. Kinder entwickeln Überlebensstrategien, um sich nach außen hin
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nichts anmerken zu lassen. Sie reden nicht über schwierige Erlebnisse, lernen
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die Wahrheit zu verschweigen, schirmen sich ab und isolieren sich. Kinder
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verdrängen Erlebtes und weigern sich, es zu akzeptieren. Viel zu vielen Kindern wird nicht geholfen, und ihre Mütter, die in einer Situation chronischer
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Furcht, Angst und Depression leben, sind nicht fähig, den emotionalen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Kinder geraten in den Hintergrund
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elterlicher Probleme und destruktiver Verhaltensmuster aus Rücksichtnahme
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und Loyalität.
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Das im Folgenden vorgestellte Behandlungsmodell entstand während
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meiner etwa zehnjährigen Zusammenarbeit mit der Psychologin und Psychotherapeutin Birgitta Lyckner und der Arbeit mit Kindern, die Zeugen von
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Gewalt wurden. Wir entwickelten unsere Methodik in der kinderpsychiatrischen Einrichtung LOTSEN („Der Lotse“), die 1992 von „Stockholms läns
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landsting“, dem Landtag des Verwaltungsbezirks Stockholm, gegründet wurde. Als LOTSEN 1997 geschlossen wurde, setzten wir unsere Arbeit in der
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privaten Krisenhilfe FYREN („Das Leuchtfeuer“) für Kinder fort.
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Frauenmisshandlung ist ein Familiengeheimnis, das stark mit Schamgefühlen besetzt ist. Scham zu erkennen, ist schwierig, und das Ansprechen von
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Scham schwierig. Das Wissen darum, dass das eigene Kind schmerzliche Erfahrungen gemacht hat, vermittelt der Mutter Schuldgefühle, und erschwert
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es ihr, der Umgebung ihre Hilfsbedürftigkeit zu zeigen.
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Nach dem Ausbruch aus einer Misshandlungsbeziehung gestaltet sich die
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Lebenssituation oftmals chaotisch. In dieser Lage ist es schwierig, ein ergiebiges gemeinsames Gespräch mit Mutter und Kind zu führen. Die Mutter ist
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voll und ganz mit dem Erlebten beschäftigt und hat Probleme, ihre eigene Situation und die Lage des Kindes wahrzunehmen, sich in das Befinden und die
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Fragen des Kindes einzufühlen. Der Vater wehrt sich gegen die Aufdeckung
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der Gewalt und bestreitet meist die Misshandlungen. Das Kind ist unausgeglichen und unruhig und lehnt es ab, sich an einem Gespräch zu beteiligen.
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Es will seine Eltern schützen und weigert sich, über das Familiengeheimnis
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zu reden.
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