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Begleiteter Umgang bei häuslicher Gewalt - Chance oder Verlegenheitslösung
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einer wichtigen Bezugsperson? Hier muss von Fall zu Fall sorgfältig geprüft
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werden, worin der geringere Schaden bzw. die größtmögliche Chance einer
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gefahrenfreien, gesunden Entwicklungsmöglichkeit für das Kind besteht.
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Der begleitete Umgang hat das Ziel, das „Entweder-oder“ in ein „Sowohlals-auch“ zu integrieren. In Fällen häuslicher Gewalt geht es um die Erhaltung
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von für die Kinder wichtigen Beziehungen bei optimalem Schutz des Kindes
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(und der Mutter) vor weiteren schädigenden Handlungen und Äußerungen
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(Klinghammer 2004).
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Begleiteter Umgang in Fällen häuslicher Gewalt kann in etlichen Fällen
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mit entsprechender Prüfung der Sicherheit von Mutter und Kind ein probates
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Mittel für den Kontakt mit dem anderen Elternteil sein.
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Folgende Grundsätze müssten unserer Einschätzung nach insoweit auf allen
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Interventionsebenen (Familienrichter/innen, Mitarbeiter/innen Jugendamt,
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Umgangsbegleiter/innen und Berater/innen der Maßnahmeträger) handlungsleitend sein:
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ȡ Maßnahmen, die das Kindeswohl zum Ziel haben, dürfen die Sicherheit
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der Mutter nicht gefährden.
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ȡ Das Recht von Vätern auf Umgang mit ihren Kindern darf das Wohl der
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Kinder, ihre Sicherheit und die der Mutter nicht beeinträchtigen.
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ȡ Schutz- und Unterstützungsangebote für die Mütter dürfen die Interessen
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der Kinder nicht vernachlässigen (Kavemann 2000).
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Fallkonstellationen
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Wenn Familiengerichte einen Begleiteten Umgang anordnen oder Jugendämter einen begleiteten Umgang bescheiden, gibt es nach den Erfahrungen
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der Träger in Berlin in Fällen häuslicher Gewalt folgende Konstellationen:
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Gerichtliche Entscheidung zur Durchführung eines begleiteten Umgangs bei häuslicher Gewalt:
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ȡ Die Kindesmutter befürchtet Übergriffe während eines Umgangskontaktes
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und möchte Umgang ausschließen.
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ȡ Die Kinder lehnen den Umgang ab.
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ȡ Direkte Antragstellung des Kindesvaters beim Gericht ohne Einschaltung
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des Jugendamtes.
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Antragstellung eines Elternteils beim Jugendamt zur Durchführung eines begleiteten
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Umgangs:
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ȡ Der Kindesvater stellt den Antrag, da kein selbständiger Umgang stattfindet.
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ȡ Die Kindesmutter möchte selbständige Umgangskontakte zwischen Kindesvater und den Kindern aufgrund vorangegangener Gewalterfahrungen
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ausschließen. Das Hauptinteresse der Mütter liegt in diesen Fällen ganz ein-
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