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Fathering After Violence
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die massive Bagatellisierung oder das Abstreiten der Gewalttaten bzw.
Einstellungen und Verhaltensmuster, die häusliche Gewalttaten rechtfertigen,
gefährliche Körperverletzungen auch gegenüber Fremden,
generelle Deliquenz (z.B. auch im Bereich der Verkehrsdelikte)
Verletzung von Bewährungsauflagen, Schutzanordnungen, Wegweisungen, Kontaktverboten etc.,
erlittene Gewalt in der Herkunftsfamilie, auch als Zeuge von Gewalttaten
in der Familie als Kind oder Heranwachsender,
Drogen-/Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit, auch Spielsucht,
Suizidversuche,
versuchte oder vollendete Tötungsdelikte,
die generelle psychosoziale Problematik und psychotische Symptome
bzw. schwere Persönlichkeitsstörungen.
Bei der Risikoprognose darf die Gefährlichkeit des Täters in Hinblick auf das
Kindeswohl nicht übersehen werden. Deswegen muss erfragt werden:
ȡ die psychischen, physischen oder sexuellen Gewalttaten gegen Kinder
(auch ihre Vernachlässigung),
ȡ inwieweit die Kinder bei den Gewalttaten gegen die Mutter Zeugen waren,
ȡ die Gefährdung für die Kindesmutter im Zusammenhang mit Umgangskontakten,
ȡ das Ausmaß der Macht und Kontrolle, die der Mann gegenüber den Kindern ausübt(e),
ȡ die Bereitschaft, die eventuelle Entscheidung der Partnerin zur Trennung/
Scheidung zu akzeptieren,
ȡ das Risiko einer Kindesentführung (vgl. Bancroft/Silverman 2002: 156171).
Je mehr Faktoren im Einzelfall anzutreffen sind, desto größere Gefahren bestehen für die Gewaltopfer und die Kinder. Angesichts schwerster Gewaltdelikte (nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Wahrnehmung von Umgangsrechten) ist es essenziell, wenn nicht nur die psychosoziale Täterarbeit,
sondern auch Polizei und Justiz die bewährten Instrumente der Gefährlichkeitsprognose nutzen (vgl. das Instrumentarium der Risikoabschätzung/Risk
Assessment bei Kropp et al. 1995; Campbell 1995).
Soziale Trainingskurse zur väterlichen Verantwortung nach häuslicher Gewalt
Insbesondere wenn Jugendämter und Familiengerichte gewalttätige Männer
in Täterprogramme weisen, könnten spezifische Angebote mit dem Schwerpunkt „Häusliche Gewalt und Sensibilisierung für die Folgen bei den Kindern“
eingerichtet werden. Solche Kurse fokussieren die väterliche Verantwortung