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Unterstützung für Mädchen und Jungen bei häuslicher Gewalt
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Sie können weinen, müssen vor ihren Kindern nicht mehr stark sein, können
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ihre Furcht und Sorge zeigen.
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Der erste Teil des Berichts der Mutter handelt in den meisten Fällen von
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ihrer Beziehung zum Mann, in den sie sich einst verliebt und der sie gemocht
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hat. Er ist nicht nur der gewalttätige Mann. Sie versucht, die versteckten
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Gründe für den Kontrolldrang des Mannes und sein aggressives Verhalten
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ihr gegenüber zu verstehen. Sofern der Mann Drogen konsumierte, war dies
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lange Zeit ihre vermutete Ursache für sein Verhalten. Da er aber auch im
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nüchternen Zustand gewalttätig war, war diese Erklärung schließlich nicht
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mehr ausreichend. In einigen wenigen Fällen werden der Ausbruch aus der
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gewalttätigen Umgebung und die Scheidung vom Mann akzeptiert. Die meisten Mütter führen allerdings ein Leben in Furcht und Ungewissheit über
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den weiteren Verlauf. Wird ihr Ausbruch die Gewalt verstärken? Der Gedanke, in Zukunft womöglich das Sorgerecht mit dem Vater des Kindes teilen zu
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müssen, wirkt abschreckend; jetzt wo sie ihm das Schlimmste angetan hat,
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nämlich das Kind bzw. die Kinder zu nehmen und zu fliehen. Wird der Mann
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ohne sie klarkommen, oder wird er – wie angedroht - versuchen, sich oder ihr
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das Leben zu nehmen? Seine Abhängigkeit schafft Schuldgefühle. Sie benötigt Hilfe, um die Verantwortung für ihn abgeben zu können. Oftmals fordert
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der Vater unmittelbar das Umgangsrecht mit dem Kind. Wagt sie, ihr Kind in
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der Obhut des Vaters zu lassen? Kann sie den Wunsch des Kindes, den Vater
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gerade jetzt nicht sehen zu wollen, respektieren? Wo findet sie Hilfe, sich und
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ihr Kind zu schützen?
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Nach einigen Sitzungen nähert die Mutter sich vorsichtig den äußerst
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schweren Erlebnissen. Sie erhält die Möglichkeit, das Erlebte in Worte zu fassen, sich den Erinnerungsbildern zu nähern. Was geschah während und nach
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dem letzten Misshandlungsfall? Was trug am meisten zu ihrer Entscheidung
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bei, sich von ihrem Mann zu trennen? Geschehnisse, die zu den Misshandlungen führten, wecken Schuldgefühle. Sie beschuldigt sich selbst der Fehler,
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sie wusste ja, dass er es nicht ertragen würde usw. Berichte von Misshandlungen, Drohungen, Eifersucht, Konflikten am Esstisch, gestörter Nachtruhe
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usw. kommen als Puzzlestücke zum Vorschein und ergeben langsam ein Bild.
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Ich bin die aktive Zuhörerin und benenne das Gehörte und die durch die einzelnen Ereignisse hervorgerufenen Gefühle. Meine Fragen geben der Mutter
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die Möglichkeit, ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Reaktionen zu erforschen, und ich selbst trage mit meinem Wissen bei. Sie wird dazu ermuntert,
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zu differenzieren, ihre eigene Geschichte zu erzählen und Vertrauen in ihre
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eigene Wahrnehmung zu gewinnen. Der Ausbruch aus einer Missbrauchsbeziehung ist ein schmerzhafter Prozess.
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Nachdem wir uns mit den Ereignissen, die die Mutter erlebt hat, und den
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daraus resultierenden schweren Folgewirkungen (Schlafstörungen, Schmerzen, ständige Furcht, Müdigkeit, Ohnmacht) beschäftigt haben, bewegt sich
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unser Gespräch langsam in Richtung ihrer Rolle als Mutter. Sie ist besorgt
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um die Entwicklung des Kindes und die Auswirkungen des Erlebten auf
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