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Jungen mit Migrationshintergrund im Frauenhaus
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Ziel
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Das Präventionsziel ist die Reduktion des gewalttätigen Verhaltens der Kinder. Um dieses Ziel zu erreichen sind unsere Programmziele zum einen, die
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Entwicklung/Erweiterung des eigenen Geschlechtsrollenverständnisses der
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Jungen und zum anderen ein erhöhter Einfluss und Kontakt der Mutter/Eltern zu den Jungen.
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Maßnahmen
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Die Maßnahmen bestehen aus der Jungengruppe als solcher, begleitenden Elterngesprächen und einer Elterngruppe.
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Die Jungengruppe findet während der Schulzeit einmal in der Woche
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nachmittags für zwei Stunden in Räumen außerhalb des Frauenhauses statt.
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Der Leiter der Gruppe ist Sportpädagoge und Trainer für Kampfsportarten
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mit langjähriger Erfahrung im Bereich Gewaltprävention. Die Jungen lernen
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in der Gruppe ihm als Mann und den anderen Jungen zu vertrauen, Erlebtes
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zu erzählen, eigene Gefühle wahrzunehmen und zu benennen, Körperkontakt herzustellen und zu genießen, Situationen und die eigene Kraft einzuschätzen, Respekt für sich und ihre Umwelt zu entwickeln, sich abzugrenzen,
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Grenzen anzuerkennen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen.
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In diesem Konzept hat der Einsatz von Rollenspielen und Deeskalationsübungen als feste Bestandteile der Methodik einen besonderen Stellenwert.
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In den Rollenspielen, in denen auch Konfliktsituationen der Kinder im Alltag
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nachgestellt werden, lernen die Kinder die verbalen und nonverbalen Körpersignale in Bezug auf Haltung, Mimik, Gestik, Abstand und Tonfall wahrzunehmen. Sie werden befähigt, die Botschaften der Körpersprache richtig
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zu interpretieren und ihre spontanen, aber gewaltfreien Handlungen danach
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auszurichten.
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Die Jungen werden ermutigt, Grenzüberschreitungen festzustellen und
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„Nein“ zu sagen. Sie werden ermutigt, eigene Emotionen und Gefühle wahrzunehmen und sie entsprechend zu formulieren, ihre „Wünsche“ oder „Bitten“
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verbal zu äußern, zu argumentieren, diskutieren und aufeinander zuzugehen.
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Rollenspiele und darstellende Spiele sollen neue Horizonte für die Jungen eröffnen, wo sie in einem permanenten Spannungsfeld zwischen Empathie, dem Nachempfinden der Situation und der Konfrontation stehen. Dabei
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werden Schlüsselbegriffe wie „Männlichkeit“, “Stärke“, „Schwäche“, „CoolSein“, „Weichling“ diskutiert und in Bezug auf gewalttätige Auseinandersetzungen thematisiert.
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Hierbei sind Toleranz und Akzeptanz, wechselseitiger Respekt und die
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Würde der Menschen die grundlegenden Werte. Im Konzept der Jungengruppe dient das Bild des Ritters als Symbolfigur, um die oben genannten Werte
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zu transportieren und zu verbildlichen.
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