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Interinstitutionelle Kooperation - mühsam aber erfolgreich
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ȡ Erfahrungen von Gewalt beeinflussen das seelische Gleichgewicht des
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Kindes oder Jugendlichen und prägen späteres Verhalten mit. Erleben Kinder
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und Jugendliche die Gewalt des Vaters bzw. einer Vaterfigur gegenüber der
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Mutter mit, kann das für Jungen bedeuten, dass sie gegebenenfalls selber zu
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gewalttätigem Verhalten als Lösungsstrategie in Konfliktsituationen neigen.
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Für Mädchen hingegen scheint es in ihrer weiteren Entwicklung nahe liegend,
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in Beziehungskonstellationen ebenfalls die Opferrolle zu reproduzieren.
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ȡ Kinder und Jugendliche haben aufgrund ihrer Schuld- und Schamgefühle und aus Gründen der Loyalität gegenüber Mutter und Vater die größten Schwierigkeiten, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Selbst erlebte oder
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beobachtete Gewalt erzeugt im betroffenen Mädchen oder Jungen Gefühle
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von Hilflosigkeit und Ohnmacht, die bei wiederholten Erfahrungen zu einem
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nachhaltigen Trauma führen können.
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ȡ Im Hinblick auf Unterstützungsangebote, die Frauen in Misshandlungssituationen zu ihrer eigenen Entlastung benötigen, müssen die betroffenen
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Frauen auch in ihrer Rolle als Mütter angemessene Hilfestellung erhalten,
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damit ihre Erziehungsfähigkeit gestärkt und somit die Entwicklungsbedingungen für das Kind verbessert werden können.
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ȡ Die Erziehungsfähigkeit und Verantwortlichkeit eines misshandelnden
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Mannes gegenüber seinen Kindern muss von allen beteiligten Institutionen
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kritisch überprüft und gegebenenfalls in Frage gestellt bzw. im Sinne der betroffenen Kinder (und Mütter) verändert werden.
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Im Rahmen des Berliner Interventionsprojektes gegen häusliche Gewalt
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sollen daher die besonderen Hilfe- und Schutzinteressen von Kindern und
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Jugendlichen und der daraus resultierende Hilfebedarf zur Verarbeitung
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und Bewältigung erlittener Gewalt – auch im Verlauf der Unterstützung der
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misshandelten Frau und der Arbeit mit dem gewalttätigen Mann (Lern- und
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Trainingskurs) – angemessene Berücksichtigung finden.“ (BIG, Fachgruppe
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Kinder und Jugendliche: 2000)
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Auf der emotionalen und persönlichen Ebene veränderte sich die Kooperation durch das Infragestellen der Bilder von- und (Vor-)Urteile übereinander
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durch ein genaueres Hinschauen und durch den Versuch der präzisierenden,
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Perspektivwechsel ermöglichenden Verständigung: „Was genau meinen
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Sie, wenn Sie sagen… Ich möchte besser nachvollziehen können, warum Sie
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diese Sichtweise haben. Können Sie mir das bitte noch einmal genauer erläutern…?“ Hilfreich war auch immer wieder die Perspektive einer dritten
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oder vierten Berufsgruppe wie der Polizei oder der Juristinnen, die eher nach
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pragmatischen Lösungen suchten und damit auch emotionale Wogen glätten
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konnten. Gleichzeitig war es vornehmlich meine Aufgabe als moderierende
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Koordinatorin, stärker die Gemeinsamkeiten auszuloten als die Differenzen
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und auf die gegenseitige Anerkennung des ExpertInnenstatus zu dringen.
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Die zunehmende Beschäftigung mit dem Thema „Kinder und häusliche
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Gewalt“ in der Fachöffentlichkeit, die große und positive Resonanz, teilweise über Berlin hinaus, die die Arbeit der BIG-Fachgruppe erhielt, sorgte im
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