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Männliche Jugendliche im Frauenhaus
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zur Ablösung und Aufnahme von neuen Beziehungen zulassen, die (Gesch
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lechts)Rollenübernahmen sowie die kritische Abgrenzung zu traditionellen
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Geschlechtsstereotypen ermöglichen, die die eigene Zukunftsplanung unterstützen, das Austesten von Grenzen und das Überschreiten von Traditionen
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zugestehen sowie die Ausbildung von Autonomie, (Geschlechts)Identität und
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Selbstbewusstsein unterstützen.
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Bei diesen Entwicklungsprozessen zeigt sich, dass sie durch soziale Bedingungen, also unterschiedliche Lebenslagen und Machtverhältnisse, z. B. zwischen den Generationen und den Geschlechtern beeinflusst werden und hieraus differente Entwicklungs- oder aber auch Risikoräume für Mädchen und
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Jungen entstehen können, die ein Mehr oder Weniger an Entwicklungschancen beinhalten und entsprechend die Ausbildung von Autonomie, Selbstwert
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und Selbstbewusstsein beeinflussen können (vgl. King 2002).
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Mädchen und Jungen, deren Aufwachsen und Entwicklungsmöglichkeiten aufgrund der Erfahrung von häuslicher Gewalt beeinträchtigt werden,
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sind somit spezifischen Entwicklungsrisiken ausgesetzt. Denn so können die
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Erfahrung von Gewalt und die mangelnde Unterstützung bei ihrer Verarbeitung auch dazu beitragen, dass diese als angemessene Form männlichen
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Verhaltens bzw. als angemessene Form der Konfliktbewältigung von Jugendlichen angesehen wird.
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Jugendgewalt ist männlich
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Auch wenn trotz eines Anstiegs von Jugendgewalt (vgl. Pfeiffer/Wetzels 1999)
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der überwiegende Teil der Jugendlichen sich nicht durch Gewaltbereitschaft
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bzw. gewalttätiges Verhalten auszeichnet, so bestätigen zahlreiche Untersuchungen die These, dass Jugendgewalt männlich ist (vgl. Gause/Schlottau
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2002). Das Geschlecht bildet somit die zentrale Kategorie, an der Differenzen
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bezüglich der Thematik Gewalt festgestellt werden können. Jungen sind demnach gewalttätiger, üben häufiger physische Gewalt aus, sind gewaltbereiter
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und billigen eher gewalttätiges Verhalten als Mädchen (vgl. Schubarth 2000:
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87). Zugleich treten sie nicht nur gehäuft als Täter in Erscheinung, sondern
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sind auch, bis auf sexuelle Gewaltdelikte, überproportional häufig Opfer von
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Gewalt (vgl. Enzmann in Gause/Schlottau 2002: 7-35). Dies bedeutet nicht,
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dass Frauen generell das „friedfertigere Geschlecht“ darstellen, denn die Gewaltkriminalität von Mädchen unterliegt Steigerungsraten. Allerdings scheint
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es notwendig, sich mit den geschlechtsspezifischen Verarbeitungsmustern
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von Aggressionen11 auseinander zu setzen, um durch pädagogische Angebote
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angemessen präventiv oder aber intervenierend tätig werden zu können.
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11 Der Begriff meint hier und weiter unten die destruktive, gewaltbereite Teilmenge von Aggression.
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