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Herausforderungen an die soziale und pädagogische Arbeit

seminaristischer Form (meist im ersten und im zweiten Semester jeweils ein Seminar) in das Studium integriert.9 Darauf aufbauend wird nach dem Praktikum im Rahmen des Studienschwerpunkts „Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit“ ein Seminar zum Thema „Gewalt im Geschlechterverhältnis“ für die Studentinnen und Studenten verpflichtend angeboten, die diesen Studienschwerpunkt gewählt haben, und für die anderen als eine Wahlmöglichkeit. Auch im Masterstudiengang „Master of Social Work“ ist das Thema „Häusliche Gewalt“ im Rahmen des Moduls Menschenrechte und Geschlechterverhältnisse ein integraler Baustein des Studiums. Die Thematik wird von Studentinnen und Studenten gut angenommen, auch deshalb weil das Thema „Häusliche Gewalt“ in einen Genderkontext eingebettet wird. Dabei wird auf der Analyseebene verdeutlicht, dass die derzeitige Konstruktion der Geschlechterverhältnisse und der Generationsverhältnisse soziale Probleme und Menschenrechtsverletzungen verstärkt bzw. sogar verursacht. Auf der Veränderungsebene werden vorhandene Handlungsansätze Sozialer Arbeit und Politikstrategien zur Umsetzung sozialer Gerechtigkeit und zur Durchsetzung der Menschenrechte erarbeitet und diskutiert; außerdem werden eigene Projekte konzeptionell entwickelt und praktisch umgesetzt, die auf Empowerment und Kooperation basieren. An der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin hat sich dieses didaktische Modell seit vielen Jahren bewährt. In den ersten Semestern wird das Thema als Basiswissen für alle Studierenden angeboten und in späteren Semestern werden Inhalte zu speziellerem Können und Wissen zum Thema „Häusliche Gewalt“ integriert in den Studienschwerpunkt „Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit“. Abschließend werden im folgenden einige Qualifikationsziele benannt:

Allgemeine Qualifikationsziele - Die Studierenden ȡ haben ein fundiertes Fachwissen über Ungleichheiten und Gewalt in den Generations- und den Geschlechterverhältnissen, ȡ können häusliche Gewalt als Menschenrechtsverletzung einordnen, ȡ kennen Theorien zur Entstehung von häuslicher Gewalt und können diese kritisch reflektieren, ȡ kennen die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf Kinder, ȡ erkennen Bewältigungsstrategien von Kindern und wissen, wie häufig häusliche Gewalt gegen die Mutter den Hintergrund für Probleme von Mädchen und Jungen bildet,

9 Dabei ist das Seminar im ersten Semester meist arbeitsfeldbezogen (z.B. Frauenhausarbeit) und jenes im zweiten Semester beinhaltet neue Strategien gegen Gewalt im Geschlechter- und Generationsverhältnis.