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Ein kritischer Blick auf die (familien-)rechtlichen Rahmenbedingungen
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Müttern zu stärken. Es soll vermieden werden, dass es zu Misstrauen und
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zusätzlichen Verunsicherungen kommt, weil das Kind etwa nicht weiß, ob es
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etwas erzählen darf oder weil die Mutter misstrauisch ist, worüber mit dem
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Kind gesprochen wird.
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Mit den Kindern und über Gewalt zu sprechen, kann aber auch Ängste
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auslösen, vor allem wenn Gespräche durch MitarbeiterInnen von Institutionen erfolgen, die die Macht haben, Kinder aus der Familie zu nehmen. Kinder müssen daher die Möglichkeit haben, in einer nicht-bedrohlichen Situation, in der sie sich sicher und unterstützt fühlen, über ihre Erfahrungen zu
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sprechen. Es ist wichtig, langsam ein Vertrauensverhältnis und eine tragfähige
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Beziehung zu ihnen aufzubauen und es muss vermieden werden, die Kinder
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„auszufragen“ oder gar die erhaltenen Informationen gegen die Mutter oder
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die Kinder zu verwenden. Dies würde das Familiensystem nicht stärken, sondern schwächen.
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Es muss auch bedacht werden, dass Kinder sich in Gefahr bringen können,
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wenn sie über die Gewalterfahrungen sprechen. Von Kindern wird oft ausgesprochen oder unausgesprochen verlangt, dass sie schweigen. Die gewalttätigen Väter drohen mit Gewalt oder misshandeln Kinder sogar, wenn sie
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das Schweigeverbot brechen. Häufig werden Kinder auch mit der Drohung
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eingeschüchtert, sie würden in ein Heim oder der Vater würde ins Gefängnis
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kommen, wenn sie etwas erzählen.
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Eine weitere Erfahrung der Wiener Interventionsstelle in der Arbeit mit
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den Kindern ist, dass sich Mütter nach einem Gewaltvorfall in einem Stresszustand befinden und dass ihnen die Energie fehlt, auf die Bedürfnisse der
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Kinder einzugehen. Die Mitarbeiterin, die mit den Kindern arbeitet, kann hier
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behutsam als „Mediatorin“ wirken und der Mutter helfen, die Bedürfnisse der
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Kinder besser wahrzunehmen. Wenn es zu Konflikten zwischen der Mutter
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und den Kindern kommt, etwa weil die Mutter sich trennen möchte, die Kinder aber wollen, dass der Vater nach Hause zurückkommt oder umgekehrt,
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ist es enorm notwendig, dass eine Vertrauensperson hilft, diesen Konflikt zu
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bearbeiten.
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Schließlich ist es für Kinder und Jugendlichen auch sehr wichtig zu erleben, dass gewalttätige Väter mit ihren Handlungen konfrontiert werden. Von
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gewalttätigen Vätern muss verlangt werden, dass sie die Gewalthandlungen
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sofort einstellen und ihr Gewaltproblem bearbeiten (dies wäre auch eine
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wichtige Aufgabe der Jugendwohlfahrt - siehe nächster Abschnitt).
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Sicherheitsplanung
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Sicherheitsplanung ist eine zentrale Methode der Arbeit mit den von Gewalt
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betroffenen Frauen und Kindern. Sicherheitsplanung ist keine einmalige Sache, sondern muss laufend und in allen Phasen erfolgen - während Mutter
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und Kinder noch mit dem gewalttätigen Vater zusammen leben, während der
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