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Raw Blame History

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Der Blick der Forschung

„Der Lehrer unterrichtet das Kind nur… er bringt uns etwas bei. Aber für familiäre Sachen ist er nicht zuständig.“ (M, 14) „Für viele Schüler sind Lehrer ja keine persönlichen Gesprächspartner. Sie sind einfach Lehrer und somit „Quälpersonen“. Man will nicht, dass sie wissen was zu Hause abgeht.“ (M, 15)

Manche befürchten, dass die Thematisierung von häuslicher Gewalt die Eltern in ein schlechtes Bild rücken könnte und dies soziale und schulische Konsequenzen nach sich ziehen würde. Auch Zweifel, ob die Lehrperson das Problem verstehen würde und ob man LehrerInnen vertrauen kann, beschäftigt einen Teil der Befragten. Die Älteren thematisieren zudem die soziale Distanz, die in der Oberstufe mit dem Fachlehrersystem zunimmt und bringen auch das Geschlecht der Lehrperson als entscheidungsrelevante Größe ins Spiel. „Es kommt immer darauf an, ob man Vertrauen in den Lehrer hat, ob es den Lehrer inte›Žœœ’Ž›ǯȱŽ’•ȱ–Š—ȱ£žȱŽ‘›Ž›—ȱ˜ĞȱŽ’—Ž—ȱǮ’Œ‘Ž›‘Ž’œŠ‹œŠ—ȃȱ‹›ŠžŒ‘ǯȱ•œ˜ǰȱꗍŽ—ȱ–Š—Œ‘Žȱ sicher, dass das den Lehrer nichts angeht.“ (M, 15) „Weil man meist in der Oberstufe nicht so einen intensiven Beug zum Lehrer hat, aber noch eher zur Lehrerin als zum Lehrer.“ (M, 15)

Auch plötzlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu geraten, selbst wenn dies gut gemeint ist und zur Lösung der misslichen Lage des Kindes beitragen soll, kann ambivalente Gefühle auslösen. Keine Rückzugsmöglichkeiten mehr zu haben, sich nicht mehr verstecken zu können, weil in der Schule der tägliche Kontakt unausweichlich ist, aber auch Angst vor positiver Diskriminierung durch Bevorzugung liegen den genannten Ambivalenzen zugrunde. „Weil sie einen großen Aufwand machen würden und es dann große Gespräche geben würde und man gar nicht gerne mit dem Lehrer spricht.“ (M, 17) „Weil man sie eigentlich fast immer vor Augen hat und ich persönlich möchte Schule und Privatleben trennen.“ (M, 13) „Weil die vielleicht dich dann bevorzugen. Das ist für dich nicht schlimm, aber mit der Zeit merken das die Mitschüler und dann könnten sie ihn/sie ausschließen.“ (J, 13)

Während die Befragten starke Zweifel äußerten, ob die Verwandten einem Kind oder Jugendlichen glauben würden, bringen sie den LehrerInnen vergleichsweise größeres Vertrauen entgegen und befürchten seltener, um die Glaubwürdigkeit ihrer Aussage kämpfen zu müssen. Jedoch beschäftigt sie die Frage sehr, wie die Lehrperson mit den Informationen umgehen würde und welche Konsequenzen dies für sie selbst und für die Eltern hätte. Das Spektrum umfasst Befürchtungen, die Lehrperson würde die Informationen weitererzählen und Straf- sowie Kindesschutzbehörden würden eingeschaltet,