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Der Blick der Forschung
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fenen Mütter. Es fällt dabei auf, dass in den Interviews insgesamt nicht nur
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ausführlich auf die Sicht der Mütter in Bezug auf die Väter, sondern auch auf
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die Liebe und das Verlangen der Kinder nach ihren Vätern eingegangen wird.
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Der Gewaltausübung eines Vaters gegen die Partnerin werden, mit anderen
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Worten, nicht die gleichen offensichtlichen Auswirkungen auf die elterlichen
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Kompetenzen des Vaters zugesprochen, wie der Viktimisierung der Mutter
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durch ihren Partner. Die Befragten haben eine klare Vorstellung, wie misshandelte Mütter sich „normalerweise“ als Eltern verhalten. Geht es jedoch
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um gewalttätige Väter, konzentrieren sie sich auf die Sicht der Mutter oder die
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Gefühle der Kinder. Die „Lücke“, die im politischen und juristischen Diskurs
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gesehen werden kann, wird auch in den Interviews mit diesen interviewten
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Professionellen sichtbar. Eine diskursive Figur, die mit „ungenügenden misshandelten Mutter“ korrespondiert, taucht in den Interviews nicht auf: Der
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„ungenügende gewalttätige Vater“ existiert nicht.
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Die Logik des mutterzentrierten Familienmodells
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Die gesamte Verantwortung für das Wohlergehen, emotionale und andere Bedürfnisse sowie den Schutz von Kindern wird vorrangig den Müttern,
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nicht den Vätern zugesprochen. Daher gerät der Aspekt elterlicher Kompetenzen gewalttätiger Väter aus dem Blick. In den Interviews dominiert ein
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komplementäres Verständnis von Elternschaft, die als Vaterschaft und Mutterschaft konstruiert wird (vgl. Keskinen, 2005). Es ist zu bedenken, dass diese
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geschlechtsspezifisch komplementäre Konstruktion der Elternschaft sich auf
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den ‚Platz‘ des Kindes in familiären Bezügen auswirkt. Das folgende Zitat
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zeigt beispielhaft, wie die zentrale Rolle der Mutter in der Familie und das
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Vater-Kind-Verhältnis konstruiert werden. Die Familienrechtshelferin spricht
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über einen Mann, der (für die Mutter) eine „Lebensgefahr“ darstellt:
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bisher für seinen kleinen Jungen eine hervorragende Bezugsperson war. Das Kind ist ja noch
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sehr jung. Man kann sich vorstellen, dass es, wenn es älter wird, Probleme mit seiner psychischen Verfassung bekommt. Der Umgang mit älteren Kindern ist ja schwieriger, denn sie
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Der „lebensgefährliche“ Vater wird hier als hervorragende Bezugsperson
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präsentiert, zumindest solange das Kind klein ist. Gleichzeitig wird auf die
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potenzielle Gefahr für das Kind verwiesen: „Probleme mit seiner psychischen
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Verfassung“. Dass der Vater - dennoch eine hervorragende elterliche Bezugsperson sein kann, erscheint logisch, wenn davon ausgegangen wird, dass sich
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seine elterliche Aktivität allein darauf beschränkt, „etwas mit dem Kind zu
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unternehmen“. Für Betreuung und Schutz des Kindes ist die Mutter zuständig.
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Der Vater wird zur hinreichend guten elterlichen Bezugsperson dadurch, dass
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die Mutter die Hauptverantwortung übernimmt. Er würde wahrscheinlich
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