31 lines
2.1 KiB
Markdown
31 lines
2.1 KiB
Markdown
Interinstitutionelle Kooperation - mühsam aber erfolgreich
|
|
|
|
229
|
|
|
|
1. Ebene: Voraussetzungen auf der Ebene des Kooperationszusammenhanges selbst
|
|
Als phasenbezogene Bedingungen gelten:
|
|
ȡ Zu Beginn eine explizite Verständigung über Erwartungen, Ziele und
|
|
Arbeitsformen. Dabei sichtbar werdende Unterschiede im Kooperationsverständnis können so eher bearbeitet werden; Verständigung über Ressourcen,
|
|
die zur Verfügung stehen.
|
|
ȡ Während der Kooperation die Ausbildung von Vertrauen; personelle Kontinuität; Klärung der zeitlichen Perspektive der Zusammenarbeit; Profil der
|
|
Kooperation, d.h. für Außenstehende genauso wie für die Beteiligten muss
|
|
der Kooperationszusammenschluss als Gruppe erkennbar sein; Weiterleitung
|
|
und Transparenz von Informationen; Überschaubarkeit und Überprüfung
|
|
der Umsetzung einzelner Arbeitsschritte auf Wirkung (Effekt).
|
|
ȡ Zum Ende der Kooperation die Frage, was sich ändern würde, wenn man
|
|
nicht mehr zusammenarbeitet; Ergebnissicherung, d.h. auch selbstkritische
|
|
Qualitätsüberprüfung der Kooperation unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.
|
|
|
|
2. Ebene: Voraussetzungen auf der Ebene des Individuums
|
|
Bereitschaft und Fähigkeit zur Kooperation, z.B. Kommunikationskompetenz, d.h.
|
|
ȡ Offenheit und empathisches Vermögen,
|
|
ȡ gegenseitige Anschlussfähigkeit der individuellen und fachlichen Ziele
|
|
der konkreten Personen,
|
|
ȡ das Individuum muss vom Nutzen einer Kooperation überzeugt sein und
|
|
dieser muss in den Sitzungen auch erfahrbar werden, damit die notwendige
|
|
Motivation erhalten bleibt,
|
|
ȡ Informationen aus und Interessen der Herkunftsinstitution müssen von
|
|
der einzelnen Person transportiert, repräsentiert und vertreten werden. Umgekehrt können Verabredungen über Handlungsaufträge und Arbeitsergebnisse nur durch die VertreterIn selbst in die Herkunftsorganisation zurückgetragen werden,
|
|
ȡ kooperierende Personen benötigen Wissen über die internen Organisations- und Ablaufstrukturen, Personalressourcen, Handlungslogiken, Handlungsgrundlagen sowie Zuständigkeiten der jeweiligen Kooperationspartner;
|
|
denn falsche Vorstellungen und überschätzende Erwartungen behindern Kooperation erheblich.
|