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Primäre Prävention von Partnergewalt: Ein entwicklungsökologisches Modell
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vor. Dies betrifft etwa Ergebnisse aus der Dunedin Längsschnittstichprobe
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(Magdol et al. 1998, Moffitt et al. 2002), der Oregon Jugendstudie (Andrews et
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al. 2000, Capaldi et al. 2001), der Christchurch Längsschnittstichprobe (Woodward et al. 2002), dem Seattle Social Development Projekt (Herrenkohl et al.
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2004) und der Widom Misshandlungs- und Vernachlässigungsstudie (White &
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Widom 2003). Im Resultat zeigt sich, dass das nachhaltige Erleben eines negativen Modells elterlicher Fürsorge in Form von Misshandlung oder Vernachlässigung die Fähigkeit zur gewaltfreien Gestaltung eigener Partnerschaften
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erkennbar beeinträchtigt. Gleiches gilt für das wiederholte Miterleben von
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Partnergewalt in der Herkunftsfamilie. Auch eine Lebensgeschichte, in der
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beginnend mit der Kindheit aggressive und regelverletzende Verhaltensauffälligkeiten aufgebaut werden, stellt einen deutlichen Risikofaktor für spätere
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Partnergewalt dar. Die Befunde gelten für das Ausüben von Partnergewalt,
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teilweise aber auch für die Bereitschaft in einer gewaltförmigen Partnerschaft
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auszuharren. Obgleich mehr Jungen bzw. Männer untersucht wurden, scheinen die Zusammenhänge bezüglich des Ausübens von Partnergewalt auch
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für Mädchen und Frauen zu gelten. Die Ergebnisse sind robust, d.h. sie konnten in Studien aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Methoden und
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unterschiedlichen Untersuchungszeitpunkten bestätigt werden. Die beobachteten Effektstärken sind schwach bis moderat.
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Beziehungsfähigkeiten und psychische Gesundheit
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Bezüglich einer Reihe von Einschränkungen in Beziehungsfähigkeiten haben
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sich Hinweise auf eine Partnergewalt begünstigende Rolle ergeben (für eine
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Forschungsübersicht siehe Holtzworth-Munroe et al. 1997). Zumeist wurden
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dabei in Partnerschaften gewalttätige und nicht gewalttätige Männer miteinander verglichen. Längsschnittstudien oder andere methodisch aussagekräftigere Forschungsansätze sind in diesem Bereich noch selten. Hinweise
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auf eine Partnergewalt begünstigende Rolle ergaben sich etwa für eine negativ verzerrte Wahrnehmung des Partners, insbesondere leicht auslösbare
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Gefühle der Zurückweisung und Verlustangst (für eine Forschungsübersicht
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siehe Downey et al. 2000), weiterhin für unsichere innere Bindungsmodelle
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(für eine Forschungsübersicht siehe Alexander & Warner 2003), eine eingeschränkte Fähigkeit zur Kontrolle und Integration belastender und ärgerlicher
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Gefühle (für eine Forschungsübersicht siehe Norlander & Eckhardt 2005), sowie für fehlende Fähigkeiten zur Erarbeitung nicht-gewalttätiger Lösungsperspektiven bei Konflikten in engen Beziehungen (z.B. Holtzwort-Munroe &
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Anglin 1991). Die Befunde zu eingeschränkten Beziehungsfähigkeiten können
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überwiegend als vermittelndes Glied zwischen belastenden Erfahrungen im
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Lebenslauf und der Gefahr von Partnergewalt angesehen werden. Teilweise
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trifft dies auch auf Befunde zur Rolle von Einschränkungen der psychischen
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Gesundheit bei der Entstehung von Partnergewalt zu. Nach gegenwärtigem
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