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Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt zum Thema „Väterverantwortung“
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chen sind. Als Hauptmotiv für seine Teilnahme am Täterprogramm erweist
sich die Hoffnung, wieder Zugang zu den Töchtern zu bekommen. Peter zeigt
hingegen wenig Bestreben, sich zu verändern und einen besseren Zugang zu
den eigenen Gefühlen und dem Erleben der Töchter zu bekommen. Peters
Neigung, Personen vorrangig als Objekte zu sehen, die er für seine Ziele einsetzen kann, zeigt er also auch, indem er versucht, die Gruppe zu instrumentalisieren. Ein Täterprogramm, das ausschließlich für Väter konzipiert ist, hat
mehr Möglichkeiten, die emotionale Ansprechbarkeit des Vaters in Bezug auf
die Kinder aufzugreifen, um Betroffenheit auszulösen und Verantwortungsbewusstsein zu stärken und so einer rein strategischen Haltung eines gewalttätigen Mannes entgegenzuwirken.
Ziele zur Verhaltensänderung
Sollte es Peter gelingen, ohne eine veränderte Haltung wieder Umgang mit
seinen Töchtern zu erhalten, wäre die Gefahr groß, dass er weiterhin kein
Bewusstsein dafür entwickelt, wie es ihnen geht, wie es für sie ist, wieder mit
ihrem Vater zusammen zu treffen, und wie traumatisiert sie möglicherweise
durch die miterlebte massive Gewalt sind. Er könnte vermutlich nicht erfassen, welche Ängste und Beklemmungen die erneute Begegnung wieder wach
ruft und welche Distanz die Töchter vielleicht auch benötigen, um sich gegen
erneuten Schmerz zu schützen.
Entsprechend gering wäre wohl seine Fähigkeit und Bereitschaft, sich auf
die Situation der Töchter, ihre Äußerungen, Verhaltensweisen und Emotionen
einzustellen und mit angemessener Rücksicht und Fürsorge auf sie einzugehen.
Bei Peters Neigung, Personen als Objekte für seine Ziele einzusetzen, wäre
außerdem zu befürchten, dass er den Kontakt zu den Töchtern strategisch zur
Einflussnahme auf seine Frau benutzt. Zum Beispiel wurde während der Vorgespräche deutlich, dass noch viel Wut und Bitterkeit gegenüber der geschiedenen Ehefrau unter der Fassade schwelt, die Peter bisher weder rauslassen
und bearbeiten noch Anja gegenüber zum Ausdruck bringen konnte. Da Peter
in Bezug auf den Verlust der Töchter am ehesten emotional ansprechbar ist,
bietet sich als Ansatzpunkt, dass eine neue gute Beziehung zu den Töchtern
ohne eine Offenheit für deren Gefühle und Betroffenheit, auch von den Auswirkungen seiner Gewalt, kaum möglich ist.
Ein Täterprogramm, das Kinder vor den fortgesetzten Auswirkungen miterlebter Gewalt durch die beibehaltene Einwirkung des Vaters auf Partnerin
und Kinder schützen will, sollte folgende Ziele gegenüber bisherigen Täterprogrammen stärker und umfassender in den Fokus nehmen:
ȡ Die Wahrnehmung von der Anwesenheit der Kinder sollte verbessert werden.
Wann halten sie sich wo auf? Wie bewegen sie sich? Welche Geräusche er-