27 lines
2.1 KiB
Markdown
27 lines
2.1 KiB
Markdown
110
|
|
|
|
Der Blick der Forschung
|
|
|
|
Abb. 2 Zustimmungsverfahren
|
|
|
|
Das Zustimmungsverfahren für die Schulgemeinden und Lehrpersonen entspricht dem „Opt-in“-Modell, das heißt, dass sich diese Instanzen auf der
|
|
Basis der zugesandten Unterlagen aktiv für die Teilnahme entscheiden mussten. Als Zustimmungsverfahren für die Eltern wurde das „Opt-out“-Modell
|
|
gewählt: die Eltern bestätigten formlos der Lehrperson den Erhalt des Informationsbriefes; Eltern, die der Teilnahme ihres Kindes nicht zustimmten,
|
|
schickten den Rückantwortzettel direkt an die Projektverantwortlichen. Dadurch sollte verfahrensmäßig sichergestellt werden, dass die Lehrpersonen
|
|
nicht erfahren, welche Eltern die Teilnahme ihres Kindes ablehnen.
|
|
Zum Schutz von Kindern, deren Eltern sich gegen die Teilnahme ihres
|
|
Kindes entschieden, wurde ein spezifisches Verfahren entwickelt: Bei NichtZustimmung von Eltern wurden standardmäßig nur 80 Prozent der SchülerInnen befragt. In jenen Klassen wählten die Forscherinnen die weiteren von
|
|
der Teilnahme auszuschließenden Kinder nach dem Zufallsprinzip aus. Um
|
|
einen „informed consent“ der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, erläuterten die Forscherinnen in altersgerechter Weise das Forschungsprojekt
|
|
und wie Anonymität sowie Vertraulichkeit gewährleistet werden.
|
|
Die SchülerInnen füllten den Fragebogen im Klassenverband während
|
|
einer Schulstunde aus. Für die Durchführung der Datenerhebung in den
|
|
Klassen wurde ein standardisiertes Vorgehen festgelegt, um das Setting in
|
|
allen Klassen möglichst identisch zu gestalten. Um die Vertraulichkeit und
|
|
Freiwilligkeit der Teilnahme zu gewährleisten, wurden die LehrerInnen gebeten, während der Befragung das Klassenzimmer zu verlassen. In der Regel
|
|
führten zwei Erhebungsleiterinnen die Befragung mit der Klasse durch.
|
|
|
|
Ergebnis der Datenerhebung
|
|
Insgesamt wurden 1427 SchülerInnen (767 Primar- und 660 OberstufenschülerInnen) befragt, die sich auf 94 Schulklassen (51 Primar- und 43 Oberstufenklassen) in 31 Schulhäusern und 24 Schulgemeinden verteilten. Die Analyse
|
|
der Ausschöpfungsquote zeigt, dass die Untersuchung auf relativ große Ak-
|