2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/607.md

1.7 KiB

7.3

Systemische Soziale Arbeit in der gemeinwesenorientierten Jugendhilfe: Ein Fallbericht von Klaus Döhner-Rotter

Die Beschreibung unserer Zusammenarbeit mit der Familie K. ist ein Versuch, anhand einer konkreten Hilfemaßnahme nach § 36 SGB VIII KJHG systemisches Gedankengut und sich daraus ableitbare Optionen auf der Handlungsebene im Jugendhilfealltag darzustellen. Die Entwicklung der Familie K. und die daraus resultierenden Fortschreibungen der einzelnen Hilfepläne sind zugleich ein Teil der schrittweisen Umsetzung und Weiterentwicklung des Konzeptes unserer Einrichtung Pro JuLe. Pro JuLe ist eine ambulante Jugendhilfeeinrichtung des Kleingartacher e. V., die ihre Hilfe Kindern, Jugendlichen und Familien in deren Lebensbezügen zur Verfügung stellt. Öffentlicher und freier Träger kooperieren mit der Zielsetzung vernetzter Jugendhilfe aus einer Hand. Multiprofessionelle Sozialraumteams lösen die bisherigen Spezialteams ab. Unser Projekt hat einen Teil dieser Überlegungen für die Zukunft der Jugendhilfe in seiner bisherigen Arbeit schon realisiert. Die enge Kooperation mit dem Jugendamt des Landkreises ist sichtbar an den eigenen Räumlichkeiten einer Mitarbeiterin des ASD in unserer Einrichtung. Unsere Konzeption wird durch gemeinsame Dialoge entwickelt, auf ihre Realisierung hin überprüft und angepasst. Im Lebensfeld arbeiten bedeutet für uns, den betroffenen Menschen einen niederschwelligen Zugang zu professionellen Hilfen zu ermöglichen und aktiv an der Schaffung von Netzwerken im Sozialraum mitzuwirken. Es geht uns um eine enge Kooperation mit anderen Einrichtungen, Fachleuten, Behörden, Verbänden, Vereinen. Wir bemühen uns, unsere Hilfen flexibel, bedarfsgerecht und ressourcenorientiert zu gestalten. Die individuelle Hilfeplanung