2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/598.md

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Krankheitskonzepte sind für uns in diesem Sinne nicht objektiv,
sondern mögliche Problembeschreibungen, für die wir uns zunächst
interessieren, deren mögliche Konsequenzen und Bedeutungen für
die Beteiligten und ihr soziales Umfeld wir erfragen. Wenn
Krankheitskonzepte in diesem Sinne zu einer Erweiterung der
Handlungsoptionen führen und von den Beteiligten als nützlich erlebt
werden, können wir sie fördern. Unter dieser Voraussetzung
versuchen wir, innerhalb des Krankheitskonzepts die Bereiche
auszuloten und auszuweiten, die dem Einfluss der Beteiligten
unterliegen. Das Krankheitskonzept kann auf diese Weise durchaus
seinen deterministischen Charakter verlieren und zu einer
subjektiven Absicherung und Entlastung der Kommunikation und
Beziehungsgestaltung beitragen.