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7.1.2.1Der Kontext der „Fall“darstellung
Die folgende „Fall“beschreibung wurde im Rahmen der
Praxisreflexion von den Mitarbeiterinnen des SpDi und des
psychiatrischen Pflegedienstes diskutiert.1
In diesen monatlichen Reflexionsrunden, die in Form einer
kollegialen
Supervision
gestaltet
werden,
können
die
Mitarbeiterinnen „Fall“situationen einbringen, die sie als besonders
belastend erleben und in denen sie neue Orientierungen oder die
kritische
Betrachtung
ihres
Vorgehens
suchen.
Der
Praxisreflexionsprozess wird jeweils von einer Kollegin unter
Zuhilfenahme von Methoden der systemischen Beratung und
Supervision (Genogrammarbeit, Hypothesenbildung, zirkuläres
Fragen, Skulptur, Reflecting Team usw.) moderiert.
Schematisch lässt sich der Ablauf der Praxisreflexion in vier
Phasen gliedern:
1. Phase: Darstellung der aus Sicht der Betreuerin relevanten
Informationen über die lebensgeschichtliche und situative
Entwicklung der Fallsituation.
2. Phase: Beschreibung der interaktionellen Dynamik, in der
sich die Mitarbeiterin einbezogen sieht. Reflexion der
problemerzeugenden
und
-erhaltenden
Sichtund
Verhaltensweisen, zu denen sich die Mitarbeiterin eingeladen
fühlt.
3. Phase: Aus einer problemorientierten Problembeschreibung
bezüglich der verschiedenen Interaktionsebenen entstehen im
Laufe der Praxisreflexion durch eine andere Sprache
lösungsorientierte
Problembeschreibungen,
die
neue
Sichtweisen eröffnen und neue Handlungsmöglichkeiten
zulassen. Eine problemorientierte Beschreibung zeichnet sich
aus durch eine Orientierung an Defiziten, d. h. mangelnden
Ressourcen zur Problemlösung, die im Zuge der Behandlung
kompensiert
werden
sollen.
Eine
lösungsorientierte