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6.6.4.2Selbstevaluation Jede Selbstevaluation beginnt mit Fragen der Mitarbeiterinnen an ihr Arbeitfeld und die Arbeitsprozesse, wenn diese und ihre Ergebnisse nicht mehr selbstverständlich sind. Aus den Fragen ergeben sich Pläne und Handlungsschritte für die Überprüfung. Die Fragen können sich auf ein sehr weites Themenspektrum beziehen (z. B.: „Entsprechen die Angebote und Aktivitäten unserer Einrichtung den Forderungen nach einer systemischen Psychiatrie in der Gemeinde?“) oder sehr eng gefasst sein (z. B.: „Wie können wir anfangs festgelegte Ziele eines Hilfeprozesses kontinuierlich auf ihre Realisierung oder Veränderungsnotwendigkeit hin überprüfen und dokumentieren?“). Für die Überprüfung solcher Fragen im Prozess der Selbstevaluation hat Heiner ein Prozessmodell formuliert, in dem drei allgemeine „Grundfragen“ mit jeweils einem Arbeitsschritt und ihn konkretisierenden „Erschließungsfragen“ verknüpft werden (Heiner 1994, S. 143): Grundfrage Arbeitsschritt

Erschließungsfragen

„Welche Ziele will ich ansteuern?“

„Anforderungen und Erwartungen sortieren und abwägen“

„Wer erwartet was von mir? Welche Erwartungen muss ich, welche will ich erfüllen? Was halte ich außerdem für unverzichtbar? Wie machen das andere Kolleginnen?“

„Was kann ich tun, um sie zu erreichen?“

„Bedingungen für „Wozu ist die Klientin fähig und Arbeitsschwerpunkte motiviert? Wozu müsste ich wie viel abklären“ Zeit aufwenden? Welche sonstigen Ressourcen können und sollen genutzt werden? Womit sind welche Resultate zu erreichen?“

„Was habe ich erreicht, und wie ist das Erreichte zu bewerten?“

„Ergebnisse beurteilen und fachliche Standards entwickeln“

„Welche Veränderungen sind eingetreten? Sind die Arbeitsvereinbarungen erfüllt worden? Wie beurteilen meine Kolleginnen/Kooperationspartnerinnen usw. das Ergebnis? Wie äußert sich die Klientin und ihr soziales Umfeld? Wie zutreffend waren meine