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werden, um die Mitglieder des Systems durch die Außensicht der „Fachfrau“ herauszufordern (für die Praxis der Skulpturarbeit siehe von Schlippe, Molter u. Böhmen 1992–1994). Skulpturarbeit kann auch in der Aneinanderreihung von vielen Kleinskulpturen bestehen, welche die verbalen Aussagen seitens der Therapeutin oder der Mitglieder des als problematisch definierten Systems darstellend kommentiert. Diese Variante ist vor allem von Satir entwickelt worden (siehe Satir 1986a, 1987). Die Skulptur kann „verflüssigt“ werden, indem man ihre Mitglieder auffordert, sich ihrem Impuls nachgebend eine Position im Raum zu suchen, die ihrer augenblicklichen persönlichen Befindlichkeit am besten entspricht, und, wenn sie diese gefunden haben, auch die anderen Aspekte ihres stummen Verhaltens zu verändern. Die „Bildhauerin“ kann sich anschließend selbst in das Bild hineinstellen oder sucht sich vorher ein Double, das sie zuerst in die Skulptur „einbaut“ und mit dem sie anschließend den Platz tauscht, sodass nun das Double die Position der „Bildhauerin“ und Beobachterin von außen übernimmt. Es können auch sprachliche Elemente eingeführt werden, indem einzelnen Mitgliedern durch die „Bildhauerin“ oder die Leiterin der Sitzung bestimmte Schlüsselworte bzw. -sätze zugeordnet werden, die sie immer wieder „in den Raum werfen“ sollen. Wichtig ist die anschließende Auswertungsrunde (Rollen-Feedback, siehe Ritscher 1998, S. 289), bei der die verbale Sprache wieder in den Vordergrund tritt und jede Teilnehmerin an der Skulptur darüber spricht, was sie während dieses Prozesses bei sich selbst an Gedanken, Gefühlen, Impulsen wahrgenommen hat. Die Skulptur kann in Therapie- und Supervisionssitzungen, Begegnungen mit der Familie in ihrer Wohnung, in Ausbildungs- und Trainingsseminaren gleichermaßen hilfreich sein. Und in Einzelgesprächen können die nicht anwesenden anderen Mitglieder des Systems durch Stühle repräsentiert werden (Ritscher 1988, 1996).