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sind
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alle
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Themen
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vereint:
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Mitgliedschaft,
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Identität,
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Meinungsaustausch, Heilung und das Zelebrieren eines höheren
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Sinns.
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In der heutigen Gesellschaft verlieren familiäre Rituale an Bedeutung, weil
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die Individualisierungstendenz der postmodernen Kultur die Bindung an
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den sozialen Kontext zwar nicht weniger wichtig, aber diffuser
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wahrnehmbar werden lässt. Wir befinden uns hier in einer paradoxen
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Situation: Individualisierung behindert Ritualisierung, hätte sie aber gerade
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besonders nötig, um den sozialen Bezug immer wieder herzustellen und
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bewusst zu machen.
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An diesem Punkt kommt die Soziale Arbeit ins Spiel. Immer mehr
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Familien scheitern an ihrer Aufgabe, sich als Alltagskommunikation,
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Reproduktion und die Sozialisation der Kinder sicherndes System zu
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etablieren, dessen Strukturen und Regeln für alle Mitglieder deutlich,
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eindeutig und verbindlich sind. Rituale könnten hier eine wesentliche
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Strukturierungshilfe sein. Auch Rituale für die Übergänge des Lebenszyklus
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verlieren an Bedeutung. Wo nimmt die Familie noch persönlich von einem
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sterbenden Familienmitglied Abschied? Welche Familie akzeptiert noch
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bewusst das von einem sterbenden Mitglied ausgehende geistige
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Vermächtnis als Beitrag zur Familientradition, die dem persönlichen Leben
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eine Orientierung gibt? Auch hier können Sozialarbeiterinnen und
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Therapeutinnen
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durch
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Vorschläge
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für
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entsprechende
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Rituale
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Orientierungshilfen anbieten.
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Zubettgehrituale können vielleicht das brüchige existenzielle Vertrauen
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von Kindern stärken, Familienfeiern ein Gefühl der Einbettung in das soziale
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Leben vermitteln, Initiationsriten den verunsichernden Übergang in eine
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neue Lebensphase unterstützen und dafür Leitsymbole prägen. Im Rahmen
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der Sozialen Arbeit sind auch Rituale der Heilung von großer Bedeutung:
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Sollte man nicht lieber die Entlassung aus der psychiatrischen Klinik als
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Grund zum Feiern nehmen, anstatt schon an den nächsten Rückfall zu
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denken? Und sollte man nicht lieber die für eine lange Zeit fragliche und
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nun doch erreichte Versetzung in die nächsthöhere Klasse feiern, anstatt
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der vielen Misserfolge des vergangenen Schuljahres zu gedenken?
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