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– „Fragen, die Hypothesen einleiten“ („Nehmen wir einmal an, Susanne würde eines Morgens die dunklen Gedanken Ihrer Mutter bemerken, wäre das für sie ein Grund, an diesem Tag nicht in die Schule zu gehen?“); – „Fragen, die einen Prozeß unterbrechen“ („Was wäre für Sie anders, wenn auf meinem Stuhl statt eines Mannes eine Frau sitzen würde?“).
Strategische Fragen werden verwendet, um Veränderungsperspektiven und -ziele, welche die Sozialarbeiterin für ihre Auftraggeberinnen als wünschenswert erachtet, in den Horizont des Unterstützungssystems einzuführen. „Der Therapeut wendet diese Fragen an, um den Klienten oder die Familie auf bestimmte Weise zu beeinflussen; sie beziehen sich auf lineale Annahmen über die Art des therapeutischen Prozesses. Die Absicht, mit der sie gestellt werden, ist daher überwiegend korrektiv (corrective)“ (ebd., S. 31; Hervorh. im Orig.). Hier ist die schon erwähnte Kombination von Respekt für die Menschen und Respektlosigkeit gegenüber den Gewohnheiten und automatisierten Handlungsabläufen besonders wichtig. Die Befragten müssen dabei auch die Freiheit zur ganz unerwünschten Antwort behalten. Eine Frage dieses Typs wäre etwa: „Warum erzählen Sie nicht Ihrem Mann anstelle der Kinder von Ihren Sorgen?“ Oder: „Wie lange, glauben Sie, wird es noch gehen, bis Ihnen Ihr Körper mal wieder ein Stoppsignal gibt?“ Tomm beschreibt vor allem die Absicht der Therapeutin, bestimmte Effekte bei der Klientin zu erzielen. Fragen beinhalten aber auch eine generelle Absicht der systemischen Therapeutin, Informationen zu erhalten, um im Wechselspiel von Hypothesenbildung, Beschreibung und Intervention den Veränderungsprozess des Unterstützungssystems professionell mitzugestalten. Die Informationsabsicht ist Teil der von Cecchin (1988) beschriebenen Neugierde und des Interesses – beide Konzepte wurden zu Beginn