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Handlungsformen der systemischen Sozialen Arbeit
Lüssi hat eine Systematik der Methoden Sozialer Arbeit vorgestellt, in der er „Beratung“, „Verhandlung“, „Intervention“, „Vertretung“, „Beschaffung“ und „Betreuung“ unterscheidet (Lüssi 1992, S. 392 ff.). Mithilfe dieser Kategorien lassen sich die Methoden der Systemtherapie in den Kontext der Sozialen Arbeit einfädeln. Lüssi verwendet den Methodenbegriff sehr weiträumig. Was er als Methoden bezeichnet, lässt sich meines Erachtens besser in den Begriff der Formen des methodischen Handeln fassen. Unter Methoden verstehe ich im Unterschied dazu einzelne im Rahmen dieser Handlungsformen systematisch und reflektiert zu nutzende Konzepte, z. B. das Genogramm, systemische Fragen oder das Familien- bzw. Systembrett. Ich werde im Folgenden den sechs von Lüssi benannten Handlungsformen der Sozialen Arbeit Methoden zuordnen, die entweder im Kontext der Systemtherapie entwickelt worden sind oder sich als originäre Konzepte der Sozialen Arbeit problemlos mit dem systemischen Metamodell vereinbaren lassen. Ihre Zuordnung zu einzelnen Handlungsformen bedeutet, dass sie in deren Kontext besonders hilfreich sind; das schließt die Verwendung in anderen Handlungsformen nicht aus.
Beratung: der an der Problembenennung, Problemlösung und Reflexion orientierte Dialog zwischen den Beraterinnen und Auftraggeberinnen der Sozialen Arbeit. Ihr oberstes Ziel heißt Hilfe zur Selbsthilfe durch eine konsequente Nutzung der vorhandenen und die Gestaltung neuer innerer und äußerer Ressourcen des Beratungssystems. Beratung umfasst die Auftragsklärung, die Beschreibung des Systems der Auftraggeberinnen aus der Sicht der Beraterinnen und die Arbeit an den im Auftrag benannten Zielen der Veränderung. Alle im Verlauf der nun 50-jährigen familien- und systemtherapeutischen Geschichte entwickelten Methoden sind