2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/414.md

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für diese Einzelpersonen negativen Dynamik führen. Eine die Familie zunächst entlastende Heimunterbringung kann die familiäre Loyalitätsdynamik verstärken und damit mittelfristig einen Erfolg dieser Maßnahme infrage stellen. Finanzielle Hilfen können die Bewältigungsstrategien der anspruchsberechtigten Menschen unterhöhlen, wenn sie nicht an deren persönliche und lebensweltliche Entwicklungsmöglichkeiten angekoppelt sind. In dieser Hinsicht erscheint das baden-württembergische „Mutter-Kind-Modell“41 nur dann sinnvoll, wenn es neben materiellen Hilfen auch Therapie/Beratung anbietet und die beruflichen Perspektiven der allein erziehenden Mütter und Väter stärkt. Letzteres wiederum erfordert die Möglichkeit einer qualifizierten Ganztagesbetreuung ihrer Kinder, für die sich eine gemeinwesenorientierte Sozialarbeit einsetzen muss. Systemische Soziale Arbeit lässt sich als der diese einzelnen Bereiche integrierende Rahmen definieren. Entscheidend für das kompetente professionelle Handeln in ihm ist eine Verankerung der Sozialarbeiterinnen in der systemischen Metatheorie, eine detaillierte Kenntnis systemischer Methoden und eine durch Training erworbene Sicherheit in ihrer Anwendung. Dabei folgen sie den Prinzipien der systemischen Sozialen Arbeit: Verständnis von Problemen als „eigensinnigen“ Beziehungsproblemen, Vernetzung und Kooperation der Dienste und ihrer Hilfeangebote, Arbeit an und in den Kontexten von Problemlagen, Orientierung an den Selbstorganisationskräften und Ressourcen ihrer Auftraggeberinnen.