2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/413.md

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sich einerseits zwischen den Kindern, andererseits zwischen Kindern und Erzieherinnen entstehenden Beziehungsprozesse stabile Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Kinder an. Der entsprechende Leitbegriff heißt soziales Lernen. Durch Elterngespräche soll auch die Familie in diesen Veränderungsprozess einbezogen werden, weil er überhaupt nur mit ihrer Rückendeckung möglich wird. Bei diesen Elterngesprächen, die sich je nach Bedarf zu Familiengesprächen ausweiten lassen, können die Erzieherinnen auf die verbalen, darstellenden und settingstrukturierenden Methoden der systemischen Therapie (siehe 6.6.3) zurückgreifen. Die Verknüpfung von Gruppenund Familienarbeit verdankt sich der durch das systemische Konzept geforderten Arbeit mit den sozialen Kontexten der als Problemträger bezeichneten Familienmitglieder40. Sozialarbeit im klassischen Sinn ist vor allem durch die Hilfe bei Ausstattungsproblemen und die administrative Organisation von Unterstützungsmaßnahmen charakterisiert. Auch für diesen Teilbereich ist der systemische Ansatz von großem Nutzen. Hinsichtlich der Ausstattungsprobleme ermöglicht er einen Blick auf die gesellschaftlichen Kontexte, in denen soziale Probleme entstehen und zu bewältigen sind. Sie wurden im dritten Kapitel beschrieben. Für die Vernetzungsarbeit ist vor allem die Verzahnung der verschiedenen an der Problembeschreibung und Problemlösung beteiligten Systeme zu beachten. Diese Verzahnung lässt sich mithilfe des im dritten Kapitel beschriebenen ökosozialen Modells begreifen, das auch eine bedeutsame Hilfe für die Beschreibung der Problemkonstellation darstellt und Ansatzpunkte für die Intervention bietet. Darüber hinaus lassen sich die Folgen sozialarbeiterischer Hilfen für die primären Beziehungssysteme der Adressatinnen mithilfe systemischer Hypothesen antizipieren. Eine für Einzelpersonen scheinbar hilfreiche Unterstützung kann durch die angeregten Rückkoppelungsprozesse in den Beziehungssystemen zu einer