2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/392.md

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Raw Blame History

oder gesonderte Moderatorinnen für die Durchführung von schwierigen Prozessen der Aushandlung zwischen unterschiedlichen Ämtern, Wohlfahrtsorganisationen und/oder Bürgerinitiativen; sie müssten sich wie der oben genannte „katalytische Gemeinwesenarbeiter“ (Karas u. Hinte 1978) als von Interessen unabhängige Instanz verstehen. Kontinuierliche gemeinwesenorientierte Sozialarbeit, kommunale Planung und die Politik der „runden Tische“ können sich in diesem Sinne ergänzen. Wie im folgenden Abschnitt 5.5.5 noch erörtert wird, ist solch ein Veränderungsprozess sozialer Dienstleistungsstrukturen langwierig, denn sie sind tief in überkommenen Gewohnheiten und Einstellungen sowie Ausbildungssystemen, Verwaltungsregeln, Einkommenstabellen, Zuständigkeitsabgrenzungen und Machtpositionen verankert. Es gibt aber auch eine Chance für proaktive Systembedingungen: Da ist einmal die Zunahme von sozialen Problemen durch Auflösung traditioneller Orientierungsmuster und Strukturen gesellschaftlichen Zusammenhalts; daraus folgt, dass eine personzentrierte und oft genug nachgehende Sozialarbeit nicht ausreicht und nicht finanzierbar ist denn man kann nicht weite Teile der Bevölkerung klientifizieren. Zum Zweiten zeigt sich in einer Vielzahl von bürgerschaftlichen Initiativen eine neues Potenzial zur Bewältigung jener Problematik. Dies muss u. a. von der Sozialen Arbeit auf geeignete Weise noch mehr hervorgelockt, ermutigt und unterstützt werden. Hierfür sind die Erfahrungen aus allen Erscheinungsformen heutiger Gemeinwesenarbeit von Bedeutung: generationenübergreifende Stadtteilprojekte, Nachbarschaftsförderung, Agenda-21-Initiativen und ähnliche Vorhaben bürgerschaftlicher lokaler Planung, Einsatz von Firmen für ihr lokales soziales Umfeld (Cooperate Volunteering)