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5.5.2.2.1 Familienorientierte Arbeit in der Bezirkssozialarbeit des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) Der ASD bildet den Kern der institutionellen jugendamtlichen Sozialarbeit. Er organisiert die im Kinder- und Jugendhilfegesetz (BfFSFJ 1999) ausführlich beschriebene und rechtlich festgelegte Hilfe für Kinder, Jugendliche und ihre Familien und führt sie z. T. selbst durch. Er überweist an Spezialdienste, übernimmt das CaseManagement in Fällen, bei denen mehrere Träger der sozialen, psychosozialen und sozialmedizinischen Arbeit beteiligt sind, und vermittelt innerhalb der kommunalen Sozialadministration die Verbindung zur wirtschaftlichen Jugend- und Sozialhilfe. Der ASD wird von Rat- bzw. Unterstützung wünschenden Eltern und Jugendlichen aufgesucht. Er setzt sich selbst aufgrund von Informationen Dritter über sozial auffällige Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen, wie Verweigerung des Schulbesuches, familiäre Gewalt und andere Spielarten der Kindeswohlgefährdung, mit den betreffenden Familien in Verbindung. In Trennungs- und Scheidungsverfahren hat er die Pflicht zur Stellungnahme beim Familiengericht. Kommt es zu einer längerfristigen Jugendhilfemaßnahme, ist der ASD zur Erstellung eines Hilfeplanes verpflichtet, der Dauer, Ziel und Art der Maßnahme(n) unter Einbezug der beteiligten Organisationen, Einrichtungen, Privatpraxen festlegt und kontinuierlich evaluiert. Aus diesem Aufgabenspektrum leitet sich die Funktion des ASD als koordinierende Instanz innerhalb eines Unterstützungsnetzwerkes ab. Darüber hinaus kann er auch selbst die langfristige Arbeit vor allem in den Hilfeformen Beratung, Verhandlung, Intervention, und Vertretung übernehmen. Im Sinn einer ganzheitlichen und die berufliche Identität stärkenden Sozialen Arbeit halte ich es sogar für notwendig, dass der ASD in der Lage ist, auch nach einem Erstkontakt die weitere, Spezialwissen erfordernde therapeutische Familiensozialarbeit jenseits administrativer, rechtlicher, koordinierender und begleitender Funktionen zu übernehmen. Dann können die ASD-Mitarbeiterinnen gegenüber den anderen am