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5.5.2.2Die systemisch-familienorientierte Einzelfallarbeit in
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der Jugendhilfe
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Im letzten Jahrzehnt ist der systemische Ansatz für die Einzelfallarbeit
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auch in Deutschland entdeckt wurden. In seinem Kontext ergibt es
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Sinn, nicht nur die Arbeit mit einzelnen Auftraggeberinnen, sondern
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auch die mit Paaren, ganzen Familien und ihren bedeutsamen
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Netzwerken der Einzelfallhilfe zuzurechnen. Darüber hinaus legt die
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Familienund
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Netzwerkorientierung
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des
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Kinderund
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Jugendhilfegesetzes nahe, die Einzelfallarbeit in der Jugendhilfe
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systemisch zu konzeptualisieren.
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Neben den Konzepten für die systemische Arbeit mit Familien gibt
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es inzwischen auch solche für die systemische Arbeit mit Paaren
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(Massing u. Reich 2000; Ebbecke-Nohlen 2000; Willi 2000; von
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Thiedemann u. Jellouscheck 2000) und Einzelnen (Weiss 1988;
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Boscolo u. Bertrando 1997). Darüber hinaus wurde die systemische
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Arbeit mit besonderen Problembereichen wie Anorexie (Weber u.
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Stierlin 1989; Selvini Palazzoli 1982; Selvini Palazzoli et al. 1999),
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Bulimie (Gröne 1995; Dübner-Gee 1999; Selvini Palazzoli et al. 1999),
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Psychosen (Simon 1990; Retzer 1994; Selvini Palazzoli et al. 1989),
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Angststörungen (Häuser u. Eher 2000), Inzest (Trepper u. Barret
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1991), Sucht (Erbach u. Richelshagen 1989; Herwig-Lempp 1994)
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und
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„Multiproblemfamilien“
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(Goldbrunner
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1989)
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eingehend
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beschrieben. Der systemische Ansatz wurde auch auf spezifische
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institutionelle Kontexte zugeschnitten, z. B. das Jugendamt (BrandlNebehay u. Russinger 1995), Heime (Simmen 1988; Schindler 1996),
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Psychiatrie (Ritscher 1992; Schweitzer u. Schumacher 1995; Keller u.
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Greve 1996), Erziehungsberatung (Hahn u. Müller 1993) und Schulen
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(Storath 1998; Leonhardt 1998). Die Orientierung an den
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Lebenslagen ihrer Auftraggeberinnen hat zunächst durch die Arbeiten
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zur Gender-Thematik (Walters et al. 1991; Rücker-Emden-Jonasch u.
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Ebbecke-Nohlen 1992) Eingang in die systemische Praxis gefunden
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und ist dann auf unterschiedliche Lebensformen, u. a. die Arbeit mit
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Stieffamilien (Krähenbühl et al. 1991) und schwulen Paaren (Symalla
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u. Walther 1997), ausgeweitet worden. Auch die Beziehung zwischen
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