2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/339.md

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5.5.1 Die Basiskompetenzen der Sozialarbeiterin
Germain
und
Gitterman
haben
fünf
Fertigkeiten
der
Sozialarbeiterinnen benannt: Befähigen, Explorieren, Mobilisieren,
Führen und Erleichtern (Germain u. Gitterman 1983, S. 171).
Shulman hat zwei Gruppen von „skills“ herausgearbeitet: „Skills for
helping clients to manage their feelings: reaching inside of silence,
putting the clients feelings into words, displaying understanding of
clients feelings, sharing workers feelings. Skills for helping clients to
manage their problems: clarifying workers purpose and role,
reaching for client feed back, partializing client concerns, supporting
clients in taboo areas“ (Shulman 1992, S. 24; Hervorh.: W. R.). Die
Betonung der systemischen Perspektive in der Sozialen Arbeit legt
andere Begriffe nahe, die allerdings viele Aspekte der von Germain
und Gitterman und von Shulman genannten Fähigkeiten enthalten.
Die Bereitschaft zur Gestaltung dialogischer und demokratischkooperativer Beziehungssituationen im Arbeitsfeld. Dafür
hilfreiche Handlungsrichtlinien sind: jeder in der Sprechsituation
die gleichen Sprechchancen einräumen; eine kreisförmige
Sitzordnung
wählen;
die
eigenen
Erfahrungen
und
Kompetenzen selbstbewusst ins Spiel bringen und die der
Gesprächspartnerinnen
herausfordern;
Berichte,
Stellungnahmen und Gutachten mit ihnen absprechen; ihr
Einverständnis
einholen
und
bei
unüberbrückbaren
Meinungsverschiedenheiten die Unterschiede im Text darstellen;
Transparenz der Aktivitäten der Sozialarbeiterin im Umfeld des
engeren Unterstützungssystems.
Das Ausbalancieren von Nähe und Distanz zwischen
Sozialarbeiterin und Auftraggeberinnen. Dafür hilfreiche
Handlungsrichtlinien sind: auf die eigenen psychischen Impulse
wie Interesse, Begeisterung, Mitleid, Helfenwollen, Müdigkeit,
Wut, Resignation und Unlust als Hinweis auf eine gelungene
oder zu verändernde Nähe-Distanzregulierung achten (vgl. das
Konzept der „Resonanz“, Elkaim 1992).