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Das Gleiche lässt sich für die Klärung des Überweisungskontextes
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sagen. Er beinhaltet (in Form von Erwartungen, Wünschen,
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Hoffnungen und Zielvorgaben) Aufträge, möglicherweise auch
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Vorerfahrungen mit Hilfen und Helferinnen im psychosozialen Feld.
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Diese werden eventuell von verschiedenen Seiten schon im Vorfeld
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des formalen Erstgespräches offen oder indirekt kommuniziert. Auch
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hier wird über systemisch-zirkuläre Fragen eine Verdeutlichung und
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Folgenabschätzung angestrebt: „Wer hatte die Idee zu diesem
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Kontakt?“, „Was verspricht sich diese Überweiserin davon?, „Was
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müsste hier geschehen, damit der Überweiser hinterher sagt: Das hat
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sich gelohnt/Das hat sich nicht gelohnt?“, „Warum hat die
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Überweiserin gerade Sie hierhergeschickt?“, „Warum hat man Sie
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gerade zu mir geschickt?“ (ebd., S. 149).
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Durch
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diese
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Klärungsfragen
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werden
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mögliche
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sich
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widersprechende
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Aufträge,
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die
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sich
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innerhalb
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des
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Überweisungsprozesses ergeben, offenkundig und können von der
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Sozialarbeiterin in ihrem Angebot bzw. Nichtangebot berücksichtigt
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werden. Zum Beispiel könnte die Lehrerin eines Kindes, bei dem der
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Kinderarzt eine „Aufmerksamkeitsdefizitstörung“ (ADS) diagnostiziert
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hat, den Eltern Familiengespräche in der Erziehungsberatungsstelle
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dringend empfehlen, da sie zwischen dem auffälligen Verhalten des
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Kindes in der Schule und der Familiensituation einen Zusammenhang
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herstellt. Die Eltern wissen aber aus einem Gespräch mit dem Arzt,
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dass dieser, weil er die Ursache von ADS in einer Stoffwechselstörung
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sieht, von Familientherapie nichts hält und stattdessen eine
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Koppelung von medikamentöser Therapie (Ritalin) und Ergotherapie
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befürwortet. Da die Eltern sich beiden Seiten verpflichtet fühlen,
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melden sie sich zwar in der Beratungsstelle an und erfüllen damit den
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Auftrag der überweisenden Lehrerin, zugleich frustrieren sie durch
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ihre abwartende und misstrauische Haltung die Beraterin und erfüllen
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damit den negativen Auftrag ihres Arztes. Eine Klärung dieser
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widersprüchlichen Aufträge könnte die Frustration der Sozialarbeiterin
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in ein Verstehen der Dilemmasituation ihrer Besucherinnen
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verwandeln und das Misstrauen der Eltern in die neugierige Frage, ob
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