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Raw Blame History

Soziale Arbeit mit Arbeitsmigrantinnen, Flüchtlingen und Asylbewerberinnen ist seit dem Beginn der großen Wanderungsbewegungen in den Sechzigerjahren und der Entwicklung einer multikulturellen Gesellschaft in Deutschland ein Arbeitsfeld mit wachsender Bedeutung. Hier geht es um Integration, Umgang mit Unterschiedlichkeit und Fremdheit und vor allem für politische Flüchtlinge und Asylbewerberinnen um die Sicherung eines menschenwürdigen Lebens in der Fremde. Soziale Arbeit in der Suchthilfe richtet den Fokus auf drogenabhängige Menschen13 jedes Alters und Geschlechts, auf ihre Partnerinnen, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch auf ihre Eltern. May hat nachdrücklich darauf hingewiesen, dass auch die Kinder drogenabhängiger Eltern in die Soziale Arbeit einbezogen werden müssen. Ihr Leiden blieb bisher meistens außerhalb des professionellen Interesses (May 1999). Soziale Arbeit im Bereich von Gesundheit, Krankheit und Behinderung hat es immer auch mit Angehörigen zu tun. In dem Bereich der Sozialpsychiatrie z. B. wurde durch die Angehörigenbewegung die Perspektive der mitbetroffenen Familien artikuliert, was oft mit einer Ablehnung der Familientherapie einherging. Diese so ein in der ersten Phase der Familientherapie durch sie selbst genährtes Vorurteil sehe in den Eltern die Ursache der Psychose ihres Kindes (vgl. Dörner et al. 1987). Die psychoseerfahrenen Menschen selbst haben sich in einer eigenen Bewegung zusammengefunden, die den subjektiven und deshalb auch entschlüsselbaren Sinn der psychotischen Extremerfahrung herausstellt und vor diesem Hintergrund die institutionelle klinische Psychiatrie kritisiert (Zerchin alias Buck 1990). Als Form eines kritischen und zugleich kooperativen Diskurses wurde das „Psychoseseminar“ erfunden, in dem sich Psychoseerfahrene, Angehörige, professionelle und ehrenamtliche Helferinnen sowie Studierende psychosozialer