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Raw Blame History

Wissenschaft und Technik ist der Partizipationsgedanke am schwierigsten einzulösen. Denn Wissenschaft hat einerseits die Tendenz, sich u. a. durch ihre Fachsprachen vom gesellschaftlichen Alltag abzuschotten; andererseits sind durch Bildung herzustellende Kompetenzen nötig, um sich in ihr zu bewegen. Allerdings haben die ökologischen Bürgerinitiativen seit den Siebzigerjahren gezeigt, dass wissenschaftlicher Fachverstand auch von Laien genutzt werden kann, um Übergriffe des ökonomisch-wissenschaftlichen Komplexes in die Lebenswelt der Menschen abzuwehren bzw. zu begrenzen. Die Auftraggeberinnen der Sozialen Arbeit müssen oft erst die Ressourcen entdecken bzw. beschaffen, die ihnen Partizipation ermöglichen. Sie müssen vielleicht erst lernen, für einen Kinderbetreuungsplatz, ihren Sozialhilfeanspruch und eine bessere Wohnung zu streiten, sich mit den Anforderungen aus Schule und Kindergarten auseinander zu setzen oder sich vor den meistens wohlmeinenden Übergriffen von Nachbarinnen, Ämtern und Fachpersonal zu schützen. Die hier zu leistende Hilfe zur Selbsthilfe wird auch als Empowerment (Bemächtigung) bezeichnet. Sie verleiht Energie für die Vertretung der eigenen Interessen und entsprechende kommunikative Handlungen durch das rekursiv im Prozess zunehmender Erfolgserfahrungen wachsende Bewusstsein eigener Einflussmöglichkeiten im sozialen Nahraum. Psychologisch gesprochen, wird dadurch die eigene Selbstwertzuschreibung des Menschen im Spiegel seiner Umwelt (Satir 1989) gestärkt und die erlernte Hilflosigkeit gemildert. Im Zuge dieses eigendynamischen Zirkels entsteht ein Vertrauen in sich selbst und in die soziale Existenz sowie eine selbstsichere, veränderungsoffene Identitätsbeschreibung. In der Praxis des Empowerment geht man davon aus, „daß der Klient das Recht hat zu entscheiden, wann er Hilfe braucht, welche Art von Hilfe nützlich ist und wann sie nicht mehr gebraucht wird“ (Germain u. Gitterman 1983, S 45). Hier wird die Gleichgerichtetheit des Empowerment-Konzeptes mit der „Dienstleistungsphilosophie des systemischen Ansatzes“ (Schweitzer 1995) und seinem Prinzip der Selbstorganisation deutlich. Die Empowerment-Beziehung zwischen