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vor allem in der Gruppe der Frauen und Männer mit
Hochschulabschluss (ebd.).
Etwa ein Drittel aller Ehen wird wieder geschieden. Die
Scheidungshäufigkeit ist in den Sechzigerjahren stark angestiegen
und „scheint sich nun auf hohem Niveau einzupendeln“ (ebd., S.
88). 1994 heirateten im alten Bundesgebiet von 100 geschiedenen
Frauen 65 erneut, von 100 Männern waren es 58. In den neuen
Bundesländern betrug die Quote bei Männern und Frauen
gleichermaßen 53 (ebd., S. 87). Die durchschnittliche Ehedauer
bei der Scheidung beträgt 12 Jahre. „Am höchsten ist das
Scheidungsrisiko sechs bis sieben Jahre nach der Heirat. Aber
auch das Risiko einer Scheidung nach längerer Ehedauer hat
zugenommen“ (ebd., S. 91). „Rund 14 % der Kinder von
Ehepaaren sind vor Erreichen der Volljährigkeit von der Scheidung
ihrer Eltern betroffen“ (ebd., S. 91).
„Der Bevölkerungsanteil Alleinlebender steigt. Im früheren
Bundesgebiet lebten 1972 14 %, 1996 bereits 21 % aller
Volljährigen allein im Haushalt. Hauptfaktoren des Anstiegs sind:
die Alterung der Gesellschaft (d. h., es steigt wegen der höheren
Lebenserwartung von Frauen vor allem die Zahl der
Einzelhaushalte mit älteren Frauen; W. R.), die zeitliche
Entkoppelung zwischen dem Auszug aus dem Elternhaus und dem
Zusammenziehen mit einem festen Partner, die gesunkene
Stabilität der Paarbeziehungen, der Anstieg partnerlos Bleibender
(v. a. Männer) und die Zunahme an Paaren mit getrenntem
Haushalten“ (ebd., S. 65).
Die Geburtenrate hat seit den sechziger Jahren abgenommen.
„Die 1960 geborenen Frauen werden im Durchschnitt nur 1,63
Kinder je Frau bekommen, im Osten mehr (1,77), im Westen
weniger (1,57) … In den alten Bundesländern gibt es einen engen
Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau der Frau und ihrer
Kinderzahl. 40 % der 35- bis 39-jährigen westdeutschen Frauen
mit Hochschulabschluß haben keine Kinder (im Haushalt),
gegenüber 21 % der Frauen mit Hauptschulabschluß. Die