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Der ritualisierte Abschied sollte das Ende einer gemeinsamen Geschichte markieren, die auch in die Zukunft hineinwirkt. Vielleicht kann er auch in die Richtung der Versöhnung weisen. Zumindest ein gezieltes Nachdenken über die Frage, welche Faktoren zum Scheitern der Beziehung beigetragen haben, könnte Teil dieses Abschiedes sein. Ein durch Trennungsarbeit ermöglichter offizieller und vielleicht versöhnlicher Abschluss richtet bei der Gestaltung einer neuen Beziehung den Blick auf ihre Zukunft und zieht die Aufmerksamkeit von der Vergangenheit ab. Das mindert die Gefahr des von der Psychoanalyse beschriebenen „Wiederholungszwanges“, d. h. der Neuauflage alter Beziehungsmuster und konfliktträchtiger Themen in der neuen Beziehung.