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Raw Blame History

Beziehungsangebote der Umwelt einzulassen und sie aktiv hervorzurufen (vgl. Stern 1992). Aus dem angeborenen Saugreflex (Piaget u. Inhelder 1991) entwickelt das Kind ein erstes kognitivaffektives Schema. Dies geschieht, indem das Gefühl des Hungers, die Suchbewegung nach der Brust bzw. Flasche, deren Wahrnehmung, die Anpassung des Mundes an die Form von Brustwarze bzw. Flaschennuckel, der Blick auf die nährende Person, das Gefühl von Zufriedenheit und Wärme (psychische Dimension der Antwort) und ein Lächeln (Verhaltensdimension der Antwort) zirkulär miteinander verknüpft werden. In der Weiterentwicklung dieses Schemas werden die Bezugspersonen zunehmend als besondere Personen aus der Vielzahl der Umweltangebote herausgefiltert. Spitz hat die Achtmonatsangst des Säuglings als Indikator beschrieben, der zeigt, dass die primäre Bezugsperson in seinem Konzept die Mutter nun als eigenständige Person und permanentes Beziehungs„objekt“ wahrgenommen wird (Spitz 1976). Im Sinne des Schemakonzeptes hat es jetzt das kognitiv-affektive Schema „primäre Bezugsperson(en)

  • ihre Beziehungsangebote + Inhalte der Beziehungsangebote (Nahrung, Liebe, Körperkontakt) + eigene Aufforderung an die Bezugsperson(en)

eigene Antwort (z. B. in der Verhaltensdimension das Lachen, in der psychischen Dimension Freude und Lust) + Antizipation der Angebote der Bezugsperson(en)“ entwickelt. Im Rahmen des hier geschilderten Beziehungsspieles konstituiert sich das Mikrosystem Familie durch den Eintritt des Kindes in das Paarsystem. Dadurch wird die Dyade zu einer Triade weiterentwickelt. Erst durch sie lässt sich das System als Familie definieren. Die Institution der Ehe spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Sie ist eine rechtliche Institution, die sekundär, d. h. über Einstellungen, Erwartungen, Mythenbildungen, finanzielle Ressourcen, Einfluss auf die Eltern und Eltern-Kind-Beziehung nimmt.