2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/098.md

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außen die „strukturelle Koppelung“19 zwischen ihr und diesen
Bereichen der sozialen Wirklichkeit, mit denen sie sich auseinander
setzen muss. Für diese nicht frei gewählte Koppelung kann die
Familie als mit diesen Teilen der sozialen Wirklichkeit verknüpftes
Beobachtungs- und Handlungssystem durchaus auf Ressourcen
zurückgreifen in Abhängigkeit von der Umwelt.20 Ich bevorzuge den
Begriff der „Selbstorganisation“ statt den der „Autopoiese“, um dieser
Sichtweise gerecht zu werden.
Das Konzept der Selbstorganisation verbindet drei Aspekte:
das interne Ausbalancieren zwischen unterschiedlichen und
widersprüchlichen Teilen des Systems;
ein Ausbalancieren zwischen den Erfordernissen und
Zielsetzungen des Systems selbst und seiner Umwelt;
eine Eigensteuerung mithilfe von Regeln, die das System nicht
aus sich selbst heraus erfunden hat, sondern im Wechselspiel
von „Assimilation“ der Umwelten an das System und
„Akkommodation“ des Systems an die Umwelten schafft.21
Dadurch etablieren sich äußere Umwelten auch innerhalb des
Systems und werden dort zu Initiatorinnen systeminterner
Handlungen.