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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 311 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

  1. Systemische Personal- und Systementwicklung in einer Jugendhilfeeinrichtung

von Fachbereichsleitung, Fortbildungsreferentin und Berater in einer Phase mit verhältnismäßig unklarer Projektstruktur vorangetrieben führte sowohl im Kreise der PSG als auch aufseiten der künftigen Fortbildnerinnen zu Unmut und Unverständnis. Für sie war die Entscheidung, an einem fest definierten Schlüsselprozess zu arbeiten, eine klar abgegrenzte Aufgabe, deren Bewältigung sie sich gewachsen fühlten. Die Offenheit des Auftrages, zunächst mit einer Lerngruppe Grundlagen zu erarbeiten, wurde als bedrohlich und nebulös empfunden. Für die PSG stellte sich hier wie bei diversen weiteren Gelegenheiten die Frage nach Macht und Einfluss. Im Verlauf des Projektes hat sich durch Klärung der Rollen, durch Kompetenzzuwachs bei den inzwischen als Kollegiale Lernprozess-Gestalter (KolLeGen) bezeichneten »Fortbildnern« und auf der Grundlage der Evaluation der bisherigen Lerntage sowie der Erfahrungen der Zusammenarbeit im Projekt eine Kultur der Zusammenarbeit entwickelt, die die Planung und Entwicklung angemessener Fortbildungsangebote für den jeweiligen Planungszeitraum immer reibungsloser gelingen lässt. 5.2.4 Teilprojekt 3: Qualifizierung der Fortbildnerinnen (Kollegiale Lernprozess-Gestalterinnen [KolLeGen]) Unter der Leitung des Beraters wurden die vier Kollegialen Lernprozess-Gestalterinnen-Teams bei der didaktischen und methodischen Gestaltung der Lerntage unterstützt. Gemeinsam wurden Fortbildungsunterlagen und Übungen entwickelt. Neben der Erarbeitung ihrer eigenen Grundqualifizierung konzipierten sie die Workshops für die Basisqualifikation der anderen Mitarbeiterinnen. Hierbei orientierten sie sich an den von der Projektsteuerungsgruppe festgelegten Inhalten der Lerneinheiten, die von ihr nach Auswertung der Fragebogen formuliert wurden. Darüber hinaus hatten die KolLeGen die Möglichkeit, bei der ersten Durchführung von einem Mitarbeiter der FoBiS begleitet zu werden. Zwischen den von den KolLeGen durchgeführten Lerntagen trafen sich die Teams zur Supervision der Lerntage. Nach der Durchführung der für alle Mitarbeiterinnen obligatorischen Basislerneinheiten wurden zu den jeweiligen Schlüsselprozessen separate Lerneinheiten angeboten. Die KolLeGen trafen sich regelmäßig zur Reflexion der durchgeführten Lerneinheiten und Konzipierung der nächsten; hierbei wurden sie von der FoBiS unterstützt. Wesentlicher Bestandteil der Lerneinheiten war neben der Vermitt311