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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 301 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
13. Systemische Personal- und Systementwicklung in einer Jugendhilfeeinrichtung
liegenden 15 Jahren auf etwa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
anwachsen lassen.
Rund 300 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und
21 Jahren werden dezentral an 28 Standorten in Wiesbaden und Umgebung in 40 verschiedenartigen kleineren und größeren Betreuungseinheiten begleitet:
vollstationäre Betreuungen:
10 Schichtdienstwohngruppen
17 mitwohnende Kleingruppen
18 familiäre Lebensgemeinschaften
teilstationäre Betreuungen:
2 stadtteilorientierte Tagesgruppen
1 Tagesbetreuung
2 Lernwerkstätten
Auf dem Hauptgelände des Jugendhilfeverbunds befindet sich auch
eine Schule für Erziehungshilfe. Die Mitarbeiterinnen des Jugendhilfeverbundes sind ausgebildet als Erzieherinnen, Heilpädagoginnen,
Sozialarbeiterinnen, Lehrerinnen, Psychologinnen, Verwaltungskräfte, Handwerkerinnen und Hauswirtschaftskräfte. Insbesondere die
Handwerkerinnen und Hauswirtschaftskräfte stehen im Arbeitsalltag
in einem engen Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen, sie haben
daher auch für die Gestaltung des pädagogischen Alltags Bedeutung.
Für die Gestaltung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit,
der Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen der Organisation nach systemischen Prinzipien spricht die hohe Kongruenz der
christlichen und systemischen Menschenbilder. Die christliche Sichtweise, auf die sich das Leitbild der Organisation stützt, und der »systemische Blick« sehen den Menschen als ein in seiner Unvollkommenheit einzigartiges Individuum mit einer Vielzahl eigener Ressourcen.
Im Rahmen der Durchführung unseres Projekts sollte die Umsetzung der handlungsleitenden Grundsätze des Jugendhilfeverbundes
gewährleistet sein. Wesentlich ist die Einbeziehung aller am Prozess
Beteiligten, die aktive Partizipation und Mitgestaltung des Prozesses
durch die Mitarbeiterinnen auf allen Ebenen. Hierdurch soll die
Selbstständigkeit aller gefördert werden und der Lernprozess in der
gemeinsamen Umsetzung erfahrbar sein.
Um dem oben skizzierten Dilemma der mangelnden Implementierung des extern erlernten systemischen Know-hows zu begegnen,
haben die Leitungsmitarbeiterinnen des Jugendhilfeverbunds und
der Fortbildungsstelle des Sozialtherapeutischen Vereins Holzgerlingen
(FoBiS) für den Jugendhilfeverbund ein Fortbildungs- und Entwick301