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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 290 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

Franz Herrmann

den. Diese wiederum wurden über mehrere Monate mit Fachkräften, Sozialkonferenzen, runden Tischen, betroffenen Abteilungen der Kommunalverwaltung diskutiert mit dem Ziel, zu einem möglichst gemeinsam getragenen Handlungskonzept zu gelangen. • Um angesichts der Fülle der in diesen Aushandlungsprozessen formulierten Ziele und Vorschläge handlungsfähig zu bleiben, musste im nächsten Schritt eine Prioritätensetzung zwischen den beteiligten Akteuren ausgehandelt werden. Hierzu wurde ein Klausurtag mit Vertreterinnen der Steuerungsgruppe, der Sozialkonferenzen, des Jugendamtes und anderer betroffener städtischer Ressorts durchgeführt, bei dem nach kontroversen Diskussionen ein Vorschlag mit den wichtigsten Handlungs- und Entwicklungszielen für die Arbeitsfelder, die Organisation der Jugendhilfe und die Sozialräume formuliert wurde. Dieser Vorschlag wurde dem Jugendhilfeausschuss übergeben und von ihm in dieser Form verabschiedet, später auch einstimmig vom Gemeinderat. • Auf der Grundlage dieser Vorarbeiten wurden abschließend in zwei vom Jugendhilfeausschuss ausgewählten Sozialräumen Formen aktivierender, beteiligungsorientierter Planung erprobt mit dem Ziel, die hierbei gewonnenen Erfahrungen später in anderen Sozialräumen anzuwenden. Nach vielen eher abstrakt-theoretischen Arbeitsschritten trat hier die Planung in die Phase der Konkretisierung und praktischen Umsetzung ihrer Ergebnisse.

Die ausgewählten Sozialräume hatten ca. 6000 bzw. 10 000 Einwohnerinnen und waren beide gekennzeichnet durch hohe sozialstrukturelle Belastungswerte, infrastrukturelle Defizite sowie bislang geringe städtische Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensqualität. Auf der Grundlage des in der Planung festgestellten Handlungsbedarfs wurden in einer zuständigen Sozialkonferenz und einem Koordinierungsausschuss konkrete Projektideen entwickelt, in der Öffentlichkeit bekannt gemacht und auf den Weg gebracht. Für die Durchführung wurden lokale Projektgruppen mit interessierten Haupt- und Ehrenamtlichen aus Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kirchengemeinden, Vereinen etc. gebildet, die von zwei Koordinatorinnen (ehrenamtlichen Schlüsselpersonen aus den Stadtteilen, die auf Honorarbasis arbeiteten) begleitet und unterstützt wurden. Insgesamt sechs Projektideen wurden von den Gruppen in ca. einem Jahr mehr oder weniger weit umgesetzt. Hierunter waren z. B.:

• Einrichtung von Krabbel- und Eltern-Kind-Gruppen in einer Kirchengemeinde

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