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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 276 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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Gisal Wnuk-Gette, Werner P. E. Wnuk und Gerlinde Fischer
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rin«. Zunächst bezog man sie in Erziehungs- und Alltagsaufgaben
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ein, die andere Kinder betrafen. Frau B. hatte zu den Mitarbeiterinnen
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inzwischen so viel Vertrauen, dass sie ihre Sorgen und Befürchtungen
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»zu versagen« jedes Mal mitteilen konnte. Das Team merkte sehr
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schnell, wenn es Frau B. nicht so gut ging; es trat ein Hautausschlag
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auf, wenn die Belastungen für sie zu groß wurden. Die eigenen Kinder konnten beobachten, wie ihre Mutter mit fremden Kindern zurechtkam. Als dann auch sie selbst einbezogen wurden, entstanden
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zunächst starke Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Michael, der sich weigerte, die Mutter in ihrer Rolle zu respektieren. Mithilfe der Sozialpädagoginnen lernten er und Claudia aber sehr
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schnell, die wachsende Elternkompetenz ihrer Mutter zu akzeptieren
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und wertzuschätzen. So entstand zirkulär ein anderes Verhalten, und
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Frau B. wuchs zunehmend in die Mutterrolle hinein, sowohl in der
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Elternschule als auch zu Hause.
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Gleichzeitig wurde der getrennt lebende Ehemann als Vater aktiver und übernahm von sich aus Aufgaben in der Elternschule. Die
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Mitarbeiterinnen der Elternschule unterstützten das Elternpaar bei
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diesem gemeinsamen Bemühen um die kompetente Übernahme und
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Ausgestaltung ihrer Rollen. Dem folgten weitere Schritte zur Identitätsgewinnung und Kompetenzentwicklung. Mutter und Kinder
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zogen – unterstützt vom Vater und anderen Eltern aus der Elternschule – in eine andere Wohnung. Beiden Kindern gelang in der neuen Schule ein guter Start ohne die Stigmatisierung, die sich in ihrer
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bisherigen Klasse eingeschliffen hatte. Frau B. schaffte es mit unserer
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Unterstützung, einen guten Kontakt zu den Lehrerinnen herzustellen, sodass ihre Kinder sie auch in diesem Bereich zum ersten Mal als
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kompetente Mutter erleben konnten.
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Ein weiterer wichtiger Schritt gelang Frau B., als sie sich bei einer
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Schuldnerberatung anmeldete. Dort konnten ihre Geldangelegenheiten so geordnet werden, dass sie motiviert war, sich um einen Arbeitsplatz zu bemühen. Das gestaltete sich zunächst schwierig, da sie unter
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Allergien litt, die manche Arbeit unmöglich machten. Durch Vermittlung des Teams der Elternschule arbeitete sie über einen längeren
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Zeitraum in der Spülküche einer Klinik. Auch hier konnte sie sich
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selbst als kompetente Arbeitskraft erleben und erhielt auch die entsprechenden Rückmeldungen.
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In einem abschließenden Gespräch nach 21 Monaten »Systemischer Elternschule« betonte Frau B., wie wichtig für sie die Akzeptanz
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