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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 218 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Ute Buggenthin
dig den sich wandelnden Anforderungen seitens der Jugendhilfeträger und der unterstützungsbedürftigen Personen angepasst.
Ursprünglich stand das Konzept auf den theoretischen Säulen der
positiven Psychotherapie nach N. Peseschkian, der Logotherapie nach
Viktor Frankl und der Initiatischen Therapie nach Graf Dürkheim.
Nur am Rande fand der systemische Ansatz anfänglich Anerkennung.
Heute gründen alle Konzeptionen, die in den letzten Jahren für
die ambulante Jugendhilfe in der Pfalz entwickelt wurden, auf dem
systemischen Ansatz. Die alten theoretischen Väter wurden jedoch
nicht vergessen, und das Denken endet auch nicht in der Systemtheorie. Bei aller Begeisterung für die systemische Grundhaltung werden
weiterhin nützliche Gedanken und Elemente anderer Ansätze und
Schulen offen gesucht und integriert.
2. Die Organisation
Die 1983 in Heidelberg gegründete AGFJ e.V. Arbeitsgemeinschaft
zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sozialpädagogische Familienhilfe in der regionalen
Jugendhilfe zu etablieren und das Konzept überregional bekannt zu
machen. Schnell erweiterte sich das Einsatzgebiet, und heute arbeiten
Regionalgruppen in Heidelberg, Weinheim, Mannheim und der Vorderpfalz. Es werden alle Hilfen angeboten, die nach dem KJHG im ambulanten Bereich begründbar und hilfreich sind.
Die Mitarbeiterinnen führen inzwischen bundesweit für unterschiedliche Auftraggeberinnen Fortbildungen und zweijährige Weiterbildungen zur Erweiterung der Kompetenzen in ambulanten Hilfen nach dem KJHG durch.
Die Arbeitsweisen der einzelnen Regionalgruppen haben sich
»bedarfsbezogen« sehr unterschiedlich entwickelt. Die hier beschriebene bezieht sich ausschließlich auf die Regionalgruppe in der Pfalz.
Das Team in der Pfalz besteht aus 22 Pädagoginnen, einer Sekretärin, einigen Praktikantinnen und zwei Assistentinnen. Es ist in zwei
Regionalteams unterteilt (Herxheim und Schifferstadt) und arbeitet
mit bis zu neun Jugendämtern in der Vorderpfalz zusammen. Damit
wir den sehr unterschiedlichen Bedarfen den Hilfe Suchenden gerecht werden können, wird in der Personalentwicklung darauf geachtet, das die Teams jeweils mit Männern und Frauen, unterschiedlichen Berufsgruppen und Ausbildungsrichtungen (Sozialpädagogin218