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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 204 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Michaela Herchenhan und Sabine Heppel
Familien von Anfang an verantwortliche Mitgestalterinnen des Klärungsprozesses sind und sich die für sie bestmöglichen Rahmenbedingungen für gelingende Zusammenarbeit selbst schaffen sollen. 5.4 Der vierte Schritt: Das Erstgespräch mit der Familie Bezugspunkte des Erstgespräches sind:
• Kennenlernen – informieren und informiert werden über die Personen, ihre Stärken, ihre Sicht der Situation und der Probleme (s. dazu Anderson 1999) • nochmaliges Vorstellen der Klärungsgespräche, deren Ablauf und die Verankerung des Auftrags • Empowerment und Verankerung von Hoffnung und Zuversicht auf Veränderung (s. dazu Conen 1996a).
Wir definieren diese am Klärungsprozess teilnehmenden drei Teilsysteme von Anfang an als Experten: die Familie ist die Expertin für ihren Alltag, für die Kenntnis ihrer Geschichte, für Gegenwart und die Gestaltung der Zukunft; der Klärungs-ASD ist Experte für die vom Jugendamt angebotenen Unterstützungsmöglichkeiten und ihre Passung mit den familiären Ressourcen; die Familientherapeutin ist Expertin für Familiensysteme, Gesprächsprozesse und ihre Moderation. 5.5 Der fünfte Schritt: Das zweite und dritte Klärungsgespräch Diese Gespräche werden von den drei Teilsystemen unterschiedlich gestaltet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer informieren sich gegenseitig über schon gelungene Lösungsversuche, über gerade nutzbare Ressourcen und beginnen, Vorstellungen für die Zukunft zu entwickeln. Wer an diesen Gesprächen teilnimmt, ist von Familie zu Familie unterschiedlich und wird von ihr bestimmt. Gleich bleibt immer, dass die Perspektiven aller drei Expertinnen vertreten sind. Manchmal wird der Kreis durch Verwandte, Netzwerkpartnerinnen (z. B. Schule) oder Peergroups erweitert; manchmal wird er auch verkleinert, wenn die Eltern z. B. ein Gespräch ohne Kind oder die Jugendlichen ein Einzelgespräch wünschen. Gearbeitet wird mit verschiedenen Methoden, z. B.:
• Familien- und Organisationsskulpturen: Mithilfe von Personen oder Klötzchen (zur Methode s. Wnuk-Gette u. Wnuk 1997) werden die unterschiedlichen Beziehungswahrnehmungen – z. B. innerhalb der Familie, in den alltäglichen Mesosystemen (hierzu Ritscher 2002a)
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