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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 170 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter
• Familie: Alle Familienmitglieder sind bereit, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und an Problemen zu arbeiten. Es gibt eine hohe Bereitschaft, Neues auszuprobieren.
8.4.5 Hypothesen
• Karl holt durch sein Verhalten ein Helfersystem in die Familie, da er sich für alle Probleme, auch die der Eltern auf der Paarebene, verantwortlich fühlt. • Sein Verhalten soll alle Beteiligte an einen Tisch bringen, auch den getrennt lebenden Vater. • Karl übernimmt Verantwortung für Elisa, indem er ihr zeigt, wie man auf seine Bedürfnisse aufmerksam macht. • Karl und Elisa lenken von den Problemen der Eltern ab, indem sie den Streit der Eltern stellvertretend für sie austragen, und sie signalisieren, dass etwas nicht zu Ende geführt ist. • Sie ermöglichen den Eltern, sich auf Elternebene auseinander zu setzen und die Konflikte auf der Paarebene nicht angehen zu müssen.
8.4.6 Maßnahmenplanung Die Jugendhilfemaßnahmen Soziale Gruppenarbeit und ergänzende Erziehungsbeistandschaft für Karl und die Familie F. wurden im Hilfeplangespräch vorerst für ein Jahr vereinbart. Um die im Hilfeplan gemeinsam ausgehandelten Ziele in der Praxis angehen zu können, wurde unter Einbeziehung der Familie ein erster Maßnahmenplan entwickelt:
• die Beleuchtung der familiären Beziehungs- und Interaktionsmuster und der Rollenverteilung innerhalb der Familie
• Karls Integration in die Gruppe • die Bearbeitung seines Verhaltens in sozialen Bezügen • Herausarbeitung der Bedeutung von Grenz- und Regelverletzungen durch Karl.
Der Bereich Schule sollte kein Schwerpunkt in der Betreuung werden, da sich die Familie F. auf den Bereich Familie begrenzen wollte. Ein sehr wichtiges Anliegen aller Familienmitglieder war es, wieder stärker die positiven Seiten aneinander zu sehen und nicht nur das Problemverhalten. 8.4.7 Einbettung in die Teamarbeit Unsere Teamstrukturen sehen vor, dass die aktuelle Arbeit mit jeder Klientin und jedem Klienten im Fallbesprechungsteam wöchentlich 170