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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 165 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19

  1. Sozialräumliche, integrierte und flexible Jugendhilfe im Gemeinwesen

Projektleiter. Wir kommentierten sein Verhalten positiv, indem wir sagten, er habe Wichtiges zu sagen, zeige sich interessiert, der Zeitpunkt sei jedoch nicht passend. Wir schenkten ihm fünf Minuten Zeit und Raum, in der Mitte der Projektgruppe alles Wichtige zu äußern, wozu er sonst keine Gelegenheit habe. In der Sozialen Gruppenarbeit intervenierten die Mitarbeiterinnen auf die gleiche Art. Dieses Angebot nahm er aber nicht an. Dennoch konnte sich der Jugendliche in der folgenden Zeit besser zurücknehmen. Wir förderten diesen Prozess durch den Kommentar, dass er seine Wahrnehmung sehr zugunsten der anderen geschärft habe und sich selbst in seiner Wahrnehmung vergesse. Er übernehme für die anderen eine seiner Rolle nicht angemessene Verantwortung. Wenn er dennoch seine Anregungen den anderen mitteilen wolle, solle er dies so formulieren: »Ich würde dies an deiner Stelle so tun …«, »Ich mache das so …«. Er wurde positiv verstärkt, wenn er das erwünschte Verhalten zeigte. Die Mitarbeiterinnen profitieren auch untereinander von ihren Erfahrungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen. Die Mitarbeiterinnen der Schulsozialarbeit stehen im Kontakt mit den Mitarbeiterinnen der Kooperation mit Schulen, wenn es um Methoden der Gruppenarbeit in Klassen geht. Auch profitieren sie von den Kenntnissen aus dem Bereich der präventiven Treffpunktarbeit und der Hilfen zur Erziehung und umgekehrt. 8.3.5.2 Externe Vernetzung Im Arbeitsfeld Kooperation mit Schulen finden ein Austausch und gemeinsame Projekte mit den Gewaltpräventionslehrerinnen statt, z. B. an einem Gewaltpräventionstag, an dem verschiedene Projekte der Gewaltprävention aus Schule und Jugendhilfe vorgestellt werden. Außerdem erfolgt eine Mitarbeit im Arbeitskreis kommunale Kriminalitätsprävention. Des Weiteren stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit dem Sozialbürgermeister der Stadt Göppingen, dem Sozialreferenten, der Jugendhilfeplanerin der Stadt und der des Kreises, mit dem staatlichen Schulamt, anderen sozialen Einrichtungen, mit politischen Entscheidungsträgern und dem Jugendhilfeausschuss des Kreises. 8.3.6 Gesamteinschätzung Die in Klassenprojekten angewendeten systemischen Methoden und die Rolle als teilnehmende Beobachterinnen ermöglichen es den Leh165