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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 150 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter
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von SOS-Kinder- und Jugendhilfen untergebracht, darunter auch die
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der Mitarbeiterinnen der Wohngruppe. Im unteren Stockwerk befinden sich Räumlichkeiten des SOS-Treffpunktes.
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8.1.3 Vernetzung innerhalb der Einrichtung
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Hierzu ein Beispiel:
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Eine Bewohnerin der Wohngruppe war zum Zeitpunkt der Aufnahme
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arbeitslos. Sie brauchte eine Unterstützung bei der Strukturierung ihres
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Tagesablaufes mit einer engen Begleitung, damit sie diese Strukturierung umsetzen konnte. Eine Lösung wurde gefunden, indem diese Bewohnerin bis zu Beginn ihrer schulischen Ausbildung als ehrenamtliche Mitarbeiterin im offenen Bereich, Schülertreff, mitarbeitete. Die
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Mitarbeiterin der Wohngruppe, die Mitarbeiterinnen im Treffpunkt
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und die Bewohnerin der Wohngruppe standen in engem Austausch
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miteinander und konnten so eine gemeinsame Strategie entwickeln,
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situations- und bedarfsgerechte Regeln aushandeln und ziel- und lösungsorientiert arbeiten.
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Ein Wechsel der Hilfeform bei verändertem Bedarf ist in diesem Bereich ebenfalls problemlos möglich. So wechseln die Bewohnerinnen
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aus der WG nicht selten in die Hilfeformen der ISE oder des BJW, ohne
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dass damit ein Betreuerinnenwechsel verbunden ist (Betreuungskontinuität).
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8.1.4 Praxisbeispiel
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8.1.4.1 Ausgangslage
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Nach lange schwelendem Konflikt gibt es eine heftige Eskalation in
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der Wohngruppe. Die Mitarbeiterinnen beschließen, eine Krisensitzung einzuberufen.
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8.1.4.2 Hypothesen
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• Die Beziehungsmuster des Herkunftssystems spiegeln sich in den
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Interaktionsmustern im WG-System. B übernahm bereits im Herkunftssystem die Position des »Sündenbockes«, A lenkt durch Polarisierung von Konflikten innerhalb des Systems ab, C sucht durch bedingungslose Solidarisierung Nähe, D versucht in Konflikten, die
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Mittlerrolle und die neutrale Position zu wahren.
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• Die Zuweisung der Sündenbockrolle trägt zur Entlastung des Systems bei. Sie ermöglicht eine große Nähe zwischen C und A. D ist in
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der ihr bekannten Position der Mittlerin, B kennt die Position des
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»Sündenbockes« von früher.
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• Es gibt in der WG Konflikte und Probleme, auf die B durch ihr Verhalten aufmerksam machen will.
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