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Verkopplung im Bereich der Sozialisationsforschung
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scheinen ältere Annahmen zur Bedeutung der
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Umwelteinflüsse wieder aktuell werden zu lassen.
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Aktuell ließe sich auf der eher naturwissenschaftlichen
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Grundlage der Diskussion über Sozialisation sogar
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behaupten, dass die Sozial- und Erziehungswissenschaften
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eine zu geringe Vorstellung davon haben, wie frühe
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Prägungsvorgänge in die weitere Biografie hineinreichen
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und sehr stabile Dispositionen zur Ausbildung gelangen,
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die eine hohe lebenslaufbegleitende und transsituative
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Konsistenz aufweisen. Selbst epigenetische Veränderungen
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können durch Erfahrungen in der Kindheit ausgelöst
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werden. Gegen die »einfache« Annahme, dass Kontexte das
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Verhalten beeinflussen, scheint sich heute also die neurowissenschaftliche und verhaltensgenetische Ansicht
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durchzusetzen, dass frühe Stimulationen durch die
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gesellschaftliche Umwelt eine nicht mehr zu löschende
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Spur in den Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklungen
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hinterlassen.
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Gesellschaftliche Schlüsselprobleme
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Abseits der Zugänge, die in der Sozialisationsforschung
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gewählt werden, ist eine andere Frage die des
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Gegenstands. Wofür interessiert sich die
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Sozialisationsforschung? Natürlich steht hier an erster
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Stelle die Relevanz der Forschungsergebnisse und ein
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gesellschaftlicher Nutzen. Wissenschaftliche Forschung ist
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aber sicher niemals nur ein utilitaristischer
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Verwertungszusammenhang; und doch hat gerade das MpR
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immer eine Perspektive eingenommen, die pragmatisch an
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gesellschaftlichen Schlüsselproblemen ausgerichtet ist.
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Eine der aktuellen Perspektiven ist zweifellos die der
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sozialen und intersektionalen Ungleichheit, die als
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wachsend wahrgenommen werden muss. Wenn Kinder
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unterschiedlich ausgestattet werden durch den Rucksack,
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der mit der sozialen Herkunft vollgepfropft ist – also zum
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