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Ereignisse gemeinsame Prägungen gibt, die eine
Altersgruppe miteinander verbindet. In der Soziologie
bezieht man sich dabei gerne auf den »Generationen«Begriff von Karl Mannheim (18931947). Von gemeinsamen
»Generationserlebnissen« spricht in Kindheit und Jugend,
wenn diese einen Einfluss auf Geburtsjahrgänge oder
ganze Geburtskohorten haben. Die Abgrenzung von
Generationen ist also so etwas wie ein hilfreicher
Kunstgriff. Jede junge Generation, könnte man sagen, ist
durch ihre historisch einmaligen Lebensumstände geprägt.
Daraus ergeben sich wiederum starke Impulse für
gesellschaftliche Veränderungen. In diesem sehr
allgemeinen Verständnis unterschiedlicher
Generationserlebnisse kann man für die Zeit in
Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg sechs
unterschiedliche Generationsmuster beschreiben, die
durch unterschiedlich prägende Einflüsse gemeinsame
Erfahrungen teilen.
Die erste Generation, die der 1925 bis 1940 Geborenen,
ist die »skeptische Nachkriegsgeneration«. Sie teilt die
Weltkriegserfahrung und die Besonderheiten von
völkischem Nationalismus, seiner Verdrängung,
ökonomischem Mangel und einer demokratischen
Wiedergeburt. Die nachfolgende ist die der 1940 bis 1955
Geborenen, sie sind die »politisch rebellische 68er
Generation«, die kaum noch die unmittelbare Kriegszeit
erlebt hat und von Demokratie und wirtschaftlichem
Aufschwung viel erwartet so viel, dass sie die
gesellschaftlichen Verhältnisse vor allem politisch und
kulturell auf den Kopf stellt. Die dritte
Nachkriegsgeneration ist die der 1955 bis 1970 geborenen
»Babyboomer«, die Wohlstand, Bildungsexpansion und
glänzende Aussichten eines gesellschaftlichen Fortschritts
ohne erkennbares Ende erfahren haben. Weniger
optimistisch ist die 1970 bis1985 geborene »Generation X«,
die das erste Mal nicht mehr optimistisch und pragmatisch