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Sozialisationsforschung, differenziert aber noch weiter auf
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der Ebene der Beschreibung von Erziehungsstilen wie sie
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Choi vorgenommen hatte. So identifiziert sie in den
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gehobenen Milieus der US-amerikanischen Mittelschicht
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ein übergreifendes Erziehungsstilmuster, das sie die
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»konzertierte Kultivierung« (concerted cultivation) nennt.
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Sie beschreibt hiermit einen spezifischen Typ der
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elterlichen Erziehungspraktiken, der vor allem auf die CoOrganisation aller schulischen und außerschulischen
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Aktivitäten der Kinder durch die Eltern zielt. Die Eltern
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sind hiernach in alle Entscheidungsprozesse der Kinder
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einbezogen, sie organisieren die Schulwahl und das
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Schulleben und sind die Hauptansprechpartner ihrer
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Kinder in allen Fragen der Schulvorbereitung,
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Lernüberwachung und Freizeitgestaltung.
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Am deutlichsten wird diese Form der konzertierten
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Vorbereitung am gezielten Training, mit dem Kinder auf die
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Umgangsformen in den gehobenen
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Dienstleistungssegmenten eingestellt werden: der höfliche
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Umgang, die gezielte Ansprache, aber auch das
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selbstständige Kommunizieren mit Ärzten, anderen Eltern
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und das forschende und interessierte Fragen im
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Schulbereich. Demgegenüber ist der Erziehungsstil der
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Arbeiterfamilien durch etwas gekennzeichnet, das Lareau
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als die Bereitstellung von Bedingungen des »natürlichen
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Aufwachsens« bezeichnet (accomplishment of natural
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growth).
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Lareau stellt mit diesem sehr defensiven Erziehungsstil
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ein bereits bekanntes Muster vor, in dem die Eltern ihren
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Einfluss auf die Erziehungspraktiken nur sehr partiell
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geltend machen. Die Orientierung an der Bereitstellung
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von Bedingungen des »natürlichen Aufwachsens« ist
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gekennzeichnet durch einen besonders geringen Grad an
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Einflussnahme auf die Freizeitgestaltung, aber auch auf
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schulische Angelegenheiten. Es ist ein der konzertierten
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Kultivierung diametral entgegengesetztes
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