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Annahme, die viel gesellschaftlichen Konsens erfährt,
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besagt, dass innerhalb des binären und eindeutigen
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Geschlechtersystems Frauen sich (nur) in Männer
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verlieben bzw. diese begehren, und Männer sich (nur) in
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Frauen verlieben bzw. diese begehren. Wer in seinem
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Begehren dieser Annahme widerspricht, erfährt auch hier
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häufig Diskriminierung. Die Verwendung des Wortes
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›schwul‹ als Schimpfwort und die damit einhergehende
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Botschaft, schwul sein sei etwas Schlechtes, nannten
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relativ viele Teilnehmende der Fokusgruppen als eine
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häufige negative Erfahrung.«
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Ethnische Diversität und Intersektionalität
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Der Begriff der Diversität findet bei der Beschreibung von
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Geschlechterdifferenzen ein breites Anwendungsfeld.
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Daneben lassen sich auch ethnische Zuschreibungen mit
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dem Diversitätsbegriff fassen. Ethnische und kulturelle
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Diversität wird durch das hohe Ausmaß an Immigration
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und Emigration, also Einwanderung und Auswanderung
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zwischen verschiedenen Ländern mit ihren
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unterschiedlichen Kulturen, immer auffälliger. Solche
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migrationsbedingten Differenzierungen der Lebensführung
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liegen quer zu allen anderen; sie treten zu den schon
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existierenden Differenzierungen nach sozioökonomischem
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Status, Bildungsgrad, Geschlecht, Alter und Region hinzu.
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Auf diese Weise korrespondieren ökonomische, soziale,
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biologische und ethnisch-kulturelle Ungleichheiten
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miteinander. Diese intersektionale Perspektive geht wie
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gesagt davon aus, dass sich diverse Ungleichheitslagen
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gegenseitig verstärken oder auch abschwächen können; sie
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hängen von der Zusammensetzung der Merkmale ab, von
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der Mischung oder, in dem schon verwendeten Bild, dem
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Orchester des Zusammenspiels unterschiedlicher
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Benachteiligungen und Privilegierungen, das den
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Ausschlag für die Lebenschancen eines Menschen gibt.
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